Neue hessische Landesregierung steht

Wiesbaden (dapd). Die FDP verjüngt ihre Ministerriege in der hessischen Landesregierung. Die Führungsgremien der Partei benannten am Dienstag in Wiesbaden den 37 Jahre alten Florian Rentsch als neuen Wirtschafts- und Verkehrsminister sowie die 42-jährige Nicola Beer als neue Kultusministerin.

Wie der Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn bekanntgab, soll der bisherige FDP-Fraktionschef Rentsch Nachfolger des amtierenden Wirtschaftsressortchefs Dieter Posch werden, der zum 1. Juni zurücktritt. Beer, die zurzeit noch Staatssekretärin für Europafragen ist, löst als Kultusministerin ihre Parteifreundin Dorothea Henzler ab, die spätestens zum 1. Juli ebenfalls ihren Rücktritt angekündigt hat. Im Amt bleibt von den drei bisherigen Kabinettsmitgliedern der FDP in Hessen nur Hahn selbst, der das Justiz- und Integrationsministerium leitet und zugleich stellvertretender Ministerpräsident ist.

Auch bei der CDU-Riege im Kabinett gibt es keine personellen Veränderungen. Ministerpräsident Volker Bouffier hat erklärt, dazu gebe es keinen Anlass, da es auf der Seite seiner Partei eine Verjüngung bereits bei der Wahl im Herbst 2009 gegeben habe. Bei der FDP steht sie mit dem Ausscheiden des 67 Jahre alten Posch und der 63-jährigen Henzler mit der jetzt bevorstehenden Kabinettsumbildung an.

Rentsch will Arbeitskräfte in Spanien und Frankreich anwerben
Hahn sagte, die Partei müsse etwas dafür tun, dass sie bei der nächsten Landtagswahl Ende 2013 oder Anfang 2014 wieder in die Regierungsverantwortung gewählt werde. Dazu mache sie jetzt ein neues personelles Angebot, das über das Jahr 2014 hinaus „unsere Inhalte noch deutlicher in die Öffentlichkeit trägt“. Hahn fügte hinzu: „Wir signalisieren damit auch, dass wir es können und auch künftig Regierungsverantwortung für Hessen tragen.“

Der designierte Wirtschaftsminister Rentsch sagte, er wolle die „erfolgreiche Wachstumspolitik in Hessen fortsetzen“. Dazu gehörten auch der zügige Weiterbau der Autobahnen 44 und 49 sowie die Fortführung de Straßenbauprogramms. Zur Bekämpfung des Fachkräftemangels kündigte er eine Anwerbekampagne von Arbeitskräften in Spanien und Frankreich an.

Die künftige Kultusministerin Beer betonte, sie wolle den erfolgreichen Weg Henzlers einer am Ergebnis orientierten Bildungspolitik ohne ideologische Grabenkämpfe fortsetzen. Dafür setze sie auf einen möglichst intensiven Austausch mit Kindern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Gewerkschaften und Verbänden.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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