Neuausrichtung von GERRY WEBER prägt Ergebnis in den ersten neun Monaten 2015/16

Die GERRY WEBER Gruppe in Zahlen mit Einbeziehung von HALLHUBER ab Februar 2015 (Foto: GERRY WEBER International AG)
Die GERRY WEBER Gruppe in Zahlen mit Einbeziehung von HALLHUBER ab Februar 2015 (Foto: GERRY WEBER International AG)

Halle/Westfalen. Die GERRY WEBER Gruppe hat sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 in einem schwierigen Markt behauptet. Der Umsatz stieg um 1,3 % auf EUR 638,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die GERRY WEBER Core-Marken (GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON) trugen EUR 504,8 Mio. zum Konzernumsatz bei (9-Monate des Vorjahrs: EUR 559,8 Mio.). Der Umsatzrückgang von insgesamt 9,8 % liegt insbesondere in einem deutlichen Rückgang des GERRY WEBER Core-Wholesale-Segments begründet. Der Wholesale-Umsatz verringerte sich im Neunmonatsvergleich von EUR 243,7 Mio. auf EUR 191,4 Mio. Der Hauptgrund ist insbesondere das weiterhin zurückhaltende Vororderverhalten der Wholesale-Kunden. Der Umsatz des GERRY WEBER Core- Retail-Segmentes ging leicht um 0,9 % auf EUR 313,5 Mio. zurück – vor allem bedingt durch sinkende Umsätze auf vergleichbarer Fläche sowie durch die ersten Filialschließungen. Dennoch konnten die GERRY WEBER Core-Marken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Bruttomarge von 58,9 % auf 62,0 % deutlich verbessern, was vor allem auf Maßnahmen aus der laufenden Neuausrichtung zurückzuführen ist.

Die Tochtergesellschaft HALLHUBER trug im Berichtszeitraum EUR 133,6 Mio. bzw. 20,9 % zum Konzernumsatz bei. Dies entspricht einem Anstieg von 20,7 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres, der nicht nur auf die neu eröffneten Verkaufsflächen, sondern auch auf die Umsatzsteigerung bestehender Flächen in Höhe von 4,7 % zurückzuführen ist. HALLHUBER hat sich in den letzten drei Quartalen deutlich besser als der gesamte deutsche Modeeinzelhandel entwickelt, der laut TW-Testclub (Textilwirtschaft) einen Umsatzrückgang zwischen 2 und 3 % zu verzeichnen hatte.

Das Konzern-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verminderte sich in den ersten neun Monaten 2015/16 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich von EUR 63,0 Mio. auf EUR 40,7 Mio. Begründet ist dieser Rückgang durch expansionsbedingt höhere Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen der Tochtergesellschaft HALLHUBER, aber auch durch Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Programm zur Neuausrichtung.

Die Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2015/16 erhöhten sich deutlich von EUR 25,0 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 40,1 Mio. Hier schlugen insbesondere die Sonderabschreibungen im Rahmen der Store-Schließungen in Höhe von EUR 7,5 Mio. zu Buche. Das operative Ergebnis (EBIT) der ersten neun Monate 2015/16 verminderte sich daher deutlich von EUR 38,0 Mio. auf EUR 0,6 Mio.

Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG, erklärt: „Wie erwartet wurde das Ergebnis der ersten neun Monate unseres Geschäftsjahres 2015/16 durch Sondereffekte und Abschreibungen bedingt durch unser Programm zur Neuausrichtung FIT4GROWTH deutlich belastet, aber wir liegen im Plan – und unsere Maßnahmen zeigen erste Erfolge. So sind 40 Filialen bereits geschlossen worden, bis zum Ende des Geschäftsjahres sollen 35 bis 40 weitere hinzukommen. Von den TOP 17 Filialen, die wir neugestalten, wurde die Filiale in Hamburg bereits wiedereröffnet, München folgt am 15. September. Mit talkabout haben wir eine neue Marke eingeführt, die wir gemeinsam mit unseren Wholesale-Partnern weiterentwickeln werden. Zudem treiben wir unsere Digitalisierungsstrategie und den Ausbau unserer Online-Aktivitäten voran. HALLHUBER zeigt im Online-Geschäft bereits eine herausragende Performance mit einem Umsatzanstieg von rund 50 % in den ersten neun Monaten. Vor diesem Hintergrund sind wir zuversichtlich unser Programm FIT4GROWTH erfolgreich fortzuführen.“

Ausblick 2015/16

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen und einer teilweise nicht zufriedenstellenden operativen Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 hält der Vorstand mit Blick auf das erwartungsgemäß deutlich stärkere 4. Quartal an der Prognose für das Gesamtjahr fest. Für das Geschäftsjahr 2015/16 erwartet der Vorstand weiterhin einen Konzernumsatz zwischen EUR 890 und 920 Mio., wozu HALLHUBER 180 bis 190 Mio. Euro beitragen wird. Unter Berücksichtigung sämtlicher Sondereffekte aus der Umsetzung des Programms zur Neuausrichtung „FIT4GROWTH“ soll das Konzern-EBIT erwartungsgemäß zwischen EUR 10 und 20 Mio. liegen.

www.gerryweber.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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