„Sieben unserer Teilnehmer schnuppern bereits täglich Hochschulluft“, sagte Prof. Hamann-Steinmeier: „Als Vorschulkinder besuchen sie unseren Hochschul-Kindergarten ´Fingerhut´“. Im Labor für Verfahrenstechnik waren auch sie noch nicht, dafür allerdings schon mit „Forschergeist“ infiziert: „Sie hatten eigene Wasserproben zur Untersuchung dabei, die sie mit ihren Erzieherinnen am Westerberg gesammelt hatten“.
Alle Teilnehmer zusammen schauten sich an, was sich in einer bis zu 1000fachen Vergrößerung mit einem Mikroskop in Wasserproben entdecken lässt. Sehr gestaunt wurde über die Probe aus einer Kläranlage. „Hier konnten Wimper- und Glockentierchen live beim Fressen beobachtet werden“, sagte Andreas Meiners. In ihren weißen Laborkitteln machten die Mitglieder des VDIni-Clubs Osnabrück auch eine gute Figur, als sie mit Pipetten und Rotkohlsaft experimentierten. Beim Büroklammern-Angeln erfuhren die Kinder auf spielerische Weise, was Oberflächenspannung und Auftrieb bedeuten. Außerdem erprobten sie die so genannte Chromatographie, lösten die Bestandteile eines schwarzen Filzschreibers auf und stellten fest: „Schwarz kann ja ganz schön bunt sein!“
Der VDIni-Club Osnabrück bietet regelmäßig Veranstaltungen, um für Ingenieurnachwuchs zu werben. Der Club zählt bereits 67 Mitglieder zwischen vier und zwölf Jahren; bundesweit sind es weit über 7000. „Auf neue Mitglieder freuen wir uns sehr“, betonten die Veranstalter. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 20 Euro und beinhaltet ein Club-Magazin sowie Technik-Überraschungen.