Museumsrunde 2012

Detmold. Die „Museumsrunde“ im Freilichtmuseum in Detmold ist der Treffpunkt für Wirtschaft und Wissenschaft in Lippe. Das hat sich auch im 27. Jahr der Museumsrunde gezeigt: Über 200 Vertreter aus der lippischen Wirtschaft, aus Hochschule, Politik und Verwaltung gingen am 14. Mai 2012 im Paderborner Dorf „auf Schatzsuche“. Das war – passend zur Sonderausstellung des LWL-Freilichtmuseums in Detmold – das zentrale Motto der wichtigsten Veranstaltung zum Wissenstransfer in Lippe. Eingeladen hatten die Hochschule OWL, die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) sowie die Stiftung Standortsicherung.

„Den Schatz „gehoben“! Und nun?“
In der Talkrunde um Moderator Thorsten Wagner von Radio Lippe diskutierten IHK-Präsident Ernst-Michael Hasse, Hochschulpräsident Dr. Oliver Herrmann und Landrat Friedel Heuwinkel über die Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem Cluster Intelligente Technische Systeme (it’s OWL) ergeben.

Die drei Gesprächspartner waren sich darin einig, dass der Gewinn im Spitzenclusterwettbewerb ein Meilenstein für die Region sei. 60 Millionen Euro investierten Industrieunternehmen aus OWL in Innovations- und Transferprojekte, der Bund steuere weitere 40 Millionen Euro Förderung bei. „Das ist Regionalentwicklung pur!“, so Landrat Friedel Heuwinkel. IHK-Präsident Hasse zieht auch einen weiteren Schluss aus dem Sieg des Industrieclusters: „Industrie ist und bleibt in Zukunft die Jobmaschine für OWL.“

Dr. Herrmann stellte schnell klar, dass die eigentliche Arbeit jetzt erst beginnt: „Die Projektpartner müssen nun einige 100-seitige Vollanträge schreiben, die angekündigten Kooperationen leben und die Projekte zum Erfolg bringen.“ Um die volle Schlagkraft zu entfalten, müssten zudem weitere Unternehmen zum Mitmachen begeistert werden. Sie sollen die neuen Methoden und Werkzeuge in eigenen Innovationsprojekten anwenden.

Nach Ansicht von Hasse bietet der Cluster die Chance, OWL in der Welt als Standort für Spitzenforschung und -technologie zu präsentieren. „Wir werden jetzt von Fach- und Führungskräften ganz anders wahrgenommen! Der Cluster kann sich als eine der wichtigsten Maßnahmen gegen den drohenden Fachkräftemangel entpuppen.“ Dazu sollten – jetzt erst recht – alle OWLer in der Welt für die Leistungsfähigkeit der Region werben.

Dr. Herrmann fordert dazu auf, die Strahlkraft von „it`s OWL“ für weitere Projekte zu nutzen. „Auch Bereiche außerhalb der Intelligenten Technologien können profitieren. Wir haben die Chance, langfristig weitere Stärken in OWL auszubilden“. Wissenschaft und Wirtschaft in OWL könnten die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft bewältigen.

Im Anschluss an die Talkrunde präsentierten Prof. Dr.-Ing. Jan Schneider vom Fachbereich Life Science Technologies sowie Prof. Dr. Oliver Niggemann vom Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik aktuelle Transferprojekte. Vor dem Ausklang in der Gaststätte des Paderborner Dorfes stellte Wagner mit Professor Dr. rer. pol. Christian Faupel und Professor Dr.-Ing. Georg Klepp noch zwei neue Wissenschaftler an der Hochschule vor.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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