Münster Classics feiern erfolgreiches Wiedersehen mit Opel-Coupés

Das nordrheinwestfälische Rheine galt einst als Zentrum echter Autobaukunst, denn hier rollten die eleganten Karmann-Modelle vom Band und damit hinein in ein Leben auf den Straßen Deutschlands und ganz Europas. Die Münster Classics gaben Autofans nun die Gelegenheit, die „alten Schätzchen“ wiederzusehen und das gleich für ein ganzes Wochenende.

Das Jahr 1965 gilt als Geburtsstunde des Opel-Coupés und mit ihm auch des BMW 2000 C/CA und CS. Das ist heute ziemlich genau 50 Jahre her und seitdem ist viel passiert. Nach der erfolgreichen Vorstellung auf der Frankfurter Internationalen Automobilausstellung machten diese Automobile schnell Furore auf den Straßen und für viele war es ein absoluter Traum, eines dieser Automodelle sein Eigen zu nennen. Für das beschauliche Rheine im Münsterland war die große Nachfrage auch ein wirtschaftliches Glück. Der Hersteller, die damalige „Wilhelm Karmann GmbH“ entschied sich nämlich für den Bau der Fahrzeuge neben seinem Werk im nahegelegenen Osnabrück ebenfalls für den Standort Rheine.

Ein Klassiker in überschaubarer Bauzahl

Autos Made in Germany mit exklusiven Details, einer typisch breiten Frontpartie und dem tiefergelegten Rahmen, das war es was Kunden suchten und was sie in den Automodellen fanden. Angelehnt an den Look amerikanischer Cadillacs fand man in den 70er Jahren zu einer Bauweise, die sowohl sportlich daher kam, aber gleichzeitig auch Komfort und Bequemlichkeit vermittelte. Weiche Ledersitze, ein breites Lenkrad und ein hochwertiges Radio waren nur einige der Vorzüge dieser edlen Karossen.

Gerade einmal 347 Modelle des Opel-Coupés liefen davon zwischen 1965 und 1967 vom Band. Das waren weit weniger, als der Produzent sich erhofft hatte, und ein Grund mehr, warum die aktuelle Ausstellung so eine Besonderheit darstellt. Gerade einmal 40 Modelle dürften geschätzter Weise bis heute existieren. Das ist der Grund dafür, warum insbesondere das V8-Coupé unter Liebhabern so eine große Nachfrage erfährt. Jeder möchte ihn haben, möchte Teil sein seiner Geschichte und schätzt noch heute die Vorteile dieses Klassikers.

So teuer wie fünf Opel Kadetts

Zu den Verkaufszeiten im Jahre 1965 kostete das Diplomat Coupé aus dem Hause Karmann 25.000 Mark. Im Vergleich zum Durchschnittseinkommen der Menschen damals ein stolzer Preis. Im Gegensatz dazu hätte man nämlich gleich fünf kleine „Standard“ Opel Kadetts bekommen können. Heute ist der Preis solch eines Oldtimers natürlich entsprechend der Nachfrage gestiegen und liegt bei etwa 70.000 Euro.

Einen, den das wenig beeindrucken dürfte, ist Karl-Thomas Neumann. Der Vorsitzende in der Geschäftsführung der heutigen Opel Group GmbH ist stolzer Besitzer eines auffällig grünen Opel Diplomat V Coupé, und zwar nicht irgendeines Coupés, sondern des letzten Modells überhaupt, welches im Jahr 1967 das Band verließ. Da versteht es sich von selbst, dass das schicke Gefährt eines der begehrten Ausstellungsstücke war. Und wie es sich für echte Oldies gehört, durften die Besucher die eleganten Fahrzeuge nicht nur ansehen, sie wurden auch ausgefahren zu einer Tour durch Teile des Münsterlands.

Wirtschaftszweig Autobau im Wandel

Der Autobau ist hier bis zum heutigen Tag nicht einfach nur ein Anlaufpunkt für Liebhaber, er ist ein wichtiger Wirtschaftszweig. Auch wenn keine Coupés mehr in Rheine hergestellt werden, so findet in der Region noch immer ein reger Ankauf und Verkauf von Automobilen der unterschiedlichsten Hersteller und Baujahre statt. Nach dem Motto „Wir kaufen dein Auto“ lässt sich da vom Ankäufer mit etwas Glück vielleicht sogar ein echter Oldtimer ergattern und wer weiß? Vielleicht ist dieser ja schon bald Teil der Münster Classics im nächsten Jahr?

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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