Mit ausländischen Kraftfahrern gegen den Fachkräftemangel

Unternehmer aus Nordrhein-Westfalen vermittelt südeuropäische Fahrer an deutsche Speditionen: Die Idee ist nicht neu, doch Markus Rumel von der KFA Rumel in Rheda-Wiedenbrück hat sie erstmals in die Tat umgesetzt und qualifizierte LKW-Fahrer aus Spanien für  deutsche Unternehmen rekrutiert. Insgesamt fünf Fahrer werden in den kommenden Tagen ihren Dienst auf unseren Straßen antreten.

Mit diesem Konzept löst Rumel gleich zwei Probleme auf einmal: Zum einen bietet er den zahlreichen ausländischen Fahrern, die durch die Wirtschaftskrise arbeitslos geworden sind, eine berufliche Perspektive in Deutschland. Zum anderen profitieren die hiesigen Transportunternehmer, die bereits seit Jahren unter dem massiven Mangel an Nachwuchsfahreren leiden und deshalb intensiv nach Fachkräften suchen. 

Das Verfahren läuft schnell und unbürokratisch über einen Geschäftspartner in Barcelona, der für Rumel Stellenausschreibungen vornimmt und Bewerbungen auswertet. Wenn ein gültiger EU-Führerschein für Fahrzeuge bis 40 Tonnen sowie Grundkenntnisse der deutschen Sprache vorhanden sind, stehen die Chancen zur Vermittlung der Fahrer äußerst gut. Je nach Ausrichtung der Transportunternehmen schult KFA Rumel die Fahrer in Spezialgebieten, beispielsweise im Umgang mit Gefahrgut oder der ordnungsgemäßen Ladungssicherung.

 Auch in Griechenland hat Rumel bereits Kontakte geknüpft, um auch dort Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt ausfindig zu machen. „Das Interesse vieler südeuropäischer Fahrer an einer langfristigen Beschäftigung in Deutschland ist groß“, berichtet Rumel, „und auch für die Spediteure als potenzielle neue Arbeitgeber ist unser Angebot äußerst attraktiv.“

Win-Win-Situation für alle
Damit das Projekt auch langfristig zum Erfolg wird, legen Markus Rumel und die kooperierenden Transportunternehmer großen Wert darauf, dass das „Gesamtpaket“ stimmt. „Wir möchten, dass sich die Fahrer und ihre Familien in Deutschland wohlfühlen und unterstützen sie ganz individuell bei der Integration“, so Rumel.

Mit der Vermittlung von Fachkräften hat die KFA Rumel eine praxisorientierte Lösung gefunden, um dem Fachkräftemängel entgegenzuwirken. Doch Markus Rumel sieht sein Kerngeschäft auch zukünftig in der bundesweiten Aus- und Weiterbildung von Kraftfahrern.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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