Miele lebt die Digitalisierung in allen Facetten

Miele lebt die Digitalisierung
Wie die Digitalisierung in einem familiengeführten Unternehmen gelingen kann, erzählte Dr. Markus Miele (zweiter von links) bei der Veranstaltung „Wirtschaft trifft…“. Jürgen Behlke, Leiter der Zweigstelle Paderborn und Höxter der Industrie- und Handelskammer. Dr. Markus Miele geschäftsführender Gesellschafter von Miele, Stefanie Martin, Moderatorin des Abends und Thomas Sprehe, Vorsitzender des Wirtschaftsclubs Paderborn + Höxter.

Viele Unternehmen zucken bei dem Thema Digitalisierung noch unsicher zusammen. Nicht so bei Miele. Der weltweit tätige Spezialist für Haus- und Gewerbegeräte aus Gütersloh lebt die Digitalisierung und profitiert bereits davon. Darüber berichtete Dr. Markus Miele, Urenkel der Gründerväter auf der Veranstaltung „Wirtschaft trifft…“ zu der der Wirtschaftsclub Paderborn + Höxter sowie die Industrie- und Handelskammer eingeladen hatten. Wie kann man eine Buttermaschine besser machen? Diese Frage trieb die Gründervater des Unternehmens an und Mieles Philosophie ist heute immer noch die Frage: Was können wir alles noch verbessern? Der Slogan „Immer besser“ ist der Grundpfeiler der Unternehmenskultur.

Um zu verstehen, was Verbrauchern Nutzen bringt, schaut Miele in die Kochtöpfe der ganzen Welt. „Wir müssen die internationalen Küchen verstehen, damit wir für diese unterschiedlichen Kulturen, die richtigen Herde entwickeln können. Und die sind in den USA ganz anders als in Europa oder in Asien“, erzählt Markus Miele. Das Unternehmen nimmt auch wahr, das wir uns in einer Zeit befinden, in der das Kochwissen nicht mehr an die nächste Generationen weitergegeben wird. Das motivierte Miele neben Herden und Dampfgarern den Kunden mit einer Rezept-App das Know-how zu vermitteln, das es braucht, um ein Essen zuzubereiten. Zwischenzeitlich finden sich hier schon mehr als 1000 Rezepte.

Die Vernetzung des SmartPhones oder des Tablets mit den Haushaltgeräten gehört bereits zu den Grundfunktionen bei Geschirrspülern oder Waschmaschinen. Wann das Gerät starten soll, ob das Reinigungsmittel zur Neige geht oder wann über optische Schnittstellen Updates zu fahren sind, ist bereits alles entwickelt und in der Serienfertigung integriert.

In der Produktion greifen zwischenzeitlich auch Roboter den Mitarbeitern unter die Arme. Die technischen Helfer, die von den Werkern auf den Namen Robbi getauft wurden, unterstützen unter anderem beim manuellen Verpacken von Staubsaugern. Dabei übernimmt der Roboter das Aufstellen des Gerätes. Dieser Arbeitsschritt entlastet den Mitarbeiter körperlich und er kann sich auf die wertschöpfenden Arbeiten konzentrieren. Diese kollaborierenden (mitarbeitenden) Roboter erfahren eine hohe Akzeptanz bei den Beschäftigten. Gleichzeitig ist der Verpackungsprozess effizienter geworden.

Eines von aktuell 30 Projekten der Industrie 4.0 bei Miele ist das Forschungsprojekt Smart F-IT, welches kürzlich erst abgeschlossen wurde. Hier wurde die Montage von Dampfgarern Schritt für Schritt mit Bildern und mit Texten für eine Anleitung auf dem Tablet erstellt. Jeder Werker montiert ein Gerät komplett zusammen und wird mittels Tablet durch den Prozess geführt. „Durch die Anleitung mit Fotos können wir auch Mitarbeiter, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sehr gut in die Aufgabe einarbeiten. Aber auch für deutschsprachige Mitarbeiter ergeben sich kürzere Anlernzeiten“, erklärt Markus Miele. Nach der Fertigstellung gehen die Geräte noch auf einen Prüfstand und auch hier führt eine Qualitätssicherungs-App durch den Prozess. Sollten Fehler auftauchen, wird der Mitarbeiter informiert, um bei der nächsten Montage darauf zu achten, es besser zu machen.

Miele hat auch verstanden, dass im Bereich Marketing und Kommunikation die Digitalisierung und die Nutzung der Sozialen Medien eine immense Rolle spielt. Bei der Präsentation des innovativen Dialogarers (empfohlene Preisempfehlung ca. 8000 Euro) nutzte das Unternehmen vor der Internationalen Funkausstellung in Berlin die Chance um Journalisten und Influencer zu der Produkteinführung einzuladen. Acht Abende zauberte die Küchencrew mit den neuen Geräten direkt vor den Augen der Gäste ein Vier-Gänge- Menü und demonstrierte so die Funktionen des Premiumgerätes. Das Ergebnis: 32 Millionen Klicks und 160 Artikel bzw. Berichte in den klassischen Medien.

„Digitalisierung wird uns auch weiterhin intensiv beschäftigen“, so Markus Miele. „Insbesondere in den Bereichen Anlagenverfügbarkeit und Variantenvielfalt wollen wir noch besser werden.“ Miele weiß: Man kann mit der Digitalisierung viel Nutzen entwickeln. Die Frage sei jedoch, wie schnell sich der Kunde dem technischen Fortschritt zuwende.

www.miele.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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