LTE-Ausbau kommt in Deutschland rasch voran

Berlin (dapd). Die deutschen Mobilfunkkonzerne halten sich beim Ausbau des neuen Funkstandards LTE ran. Das Vergleichsportal 4g.de ermittelte, dass jeder dritte Standort über einen Anschluss an den Mobilfunkstandard der vierten Generation verfügt – und damit ans schnelle Internet.

LTE erreicht der am Dienstag veröffentlichten Analyse zufolge aktuell 13 Millionen Haushalte in der Bundesrepublik. Spitzenreiter ist Hamburg mit einer Netzabdeckung von 55 Prozent. Schlusslicht ist mit 22 Prozent LTE-Verfügbarkeit Baden-Württemberg.

Ein Vodafone-Sprecher bezeichnete das Portal als seriös und schätzte die Erhebung als glaubwürdig ein. 4g.de bezieht sich nach eigenen Angaben auf gut 15.000 Verfügbarkeitsabfragen seiner Nutzer. An jedem bei der Erhebung im Frühjahr positiv aufgefallenen Standort bietet bereits mindestens ein Mobilfunkanbieter LTE an.

Die Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und O2 hatten für die LTE-Frequenzen im Mai 2010 insgesamt 4,4 Milliarden Euro für den Bund auf den Tisch gelegt. LTE löst auf Dauer den Standard UMTS ab und ermöglicht deutlich schnelleres mobiles Surfen im Internet.

Die Anbieter verpflichten sich dazu, zuerst die weißen Flecken der Breitbandanschlüsse auf der Deutschlandkarte zu schließen: Ländliche Regionen, die weder über schnelles Internet via DSL noch via TV-Kabel verfügen, sollten beim Ausbau bevorzugt werden.

Stadtstaaten sind beim Aufbau der LTE-Netze von dieser Regelung jedoch ausgenommen. Das erklärt, warum Hamburg mit 55 Prozent, Bremen mit 40 Prozent und auch das weitläufige Berlin mit 35 Prozent deutlich über dem Schnitt liegen.

(LTE-Analyse: http://url.dapd.de/wdNW3y )

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis. Seid dem Jahr 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur. Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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