Lippische Wirtschaft zuversichtlich trotz schwierigem Umfeld

Detmold. Die lippische Wirtschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft: Die Stimmung der Unternehmen hat sich im Frühjahr 2012 in den meisten Branchen aufgehellt. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt sich zunehmend. Der weitere Rückgang der Arbeitslosenquote stimuliert die Einkommenserwartungen und damit den privaten Konsum. Das sind einige der Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe), an der sich 160 Unternehmen mit rund 21.000 Beschäftigten beteiligten.

„Der Konjunkturklimaindikator ist aufgrund der guten Stimmung leicht von 118,1 auf 119 Punkte gestiegen“, stellt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) fest.

Die lippischen Unternehmen zeigten sich bei der Umfrage unbeeindruckt von der europäischen Staatsschuldenkrise. Sie befürchteten zwar gewisse Unsicherheiten für den Euro-Raum und die Weltwirtschaft, glaubten aber nicht daran, dass diese Turbulenzen einen nennenswerten Einfluss auf ihre Geschäftsentwicklung haben könnten. Daher zeigt die Umfrage eine steigende Zuversicht für die kommenden zwölf Monate. Der Anteil der Optimisten hatte sich erheblich gegenüber den Vorumfragen erhöht. Der Anteil der Skeptiker war unverändert.

In den letzten Wochen nach der Umfrage ist jedoch ein gewisser Wandel eingetreten. Die Verunsicherung bezüglich der Entwicklung in den nächsten Monaten hat zugenommen. Der Ausgang der Wahlen in Griechenland und die finanzielle Stützung der spanischen Banken gab den Unternehmen zu denken. „Einige Unternehmen haben daher ihre Geschäftserwartungen mittlerweile nach unten korrigiert“, erklärt Martens.

Die gegenwärtige Geschäftslage wird zurückhaltender als zur Jahreswende beurteilt. Vier von zehn Unternehmen bewerten sie als gut, jedes zweite Unternehmen ist zufrieden. Knapp zehn Prozent der lippischen Unternehmen bezeichnen ihre konjunkturelle Situation als schlecht. Hintergrund ist der Auftragseingang, der im ersten Quartal schleppend verlief. Die Auftragsbestände halten sich aber überwiegend auf dem hohen Niveau der Vorumfragen.

Aufgrund des prognostizierten Umsatzwachstums benötigen gut ein Fünftel der lippischen Unternehmen mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Siebtel wird Personal abbauen. Die Investitionsneigung hält sich auf dem Niveau der Vorumfragen. Für die Ertragslage wird eine gewisse Entspannung erwartet. Chancen sehen die lippischen Unternehmen in der Eroberung neuer Märkte mit innovativen Produkten, die ihnen einen Wettbewerbsvorsprung sichern.

Belastet wird die Konjunktur vor allem durch die unverändert hohen Energie- und Rohstoffpreise. Ein gewisses Risiko sehen die Unternehmen nach wie vor in der Entwicklung des Inlandsabsatzes. Sorgen bereitet auch der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Hinzu kommen die wachsenden Arbeitskosten.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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