Leistungsportfolio sinnvoll ergänzt

Betriebsübernahme A. Woltering GmbH & Co. KG (Foto: A. Woltering GmbH & Co KG)
Betriebsübernahme A. Woltering GmbH & Co. KG (Foto: A. Woltering GmbH & Co KG)

Ochtrup/Münster. – Es tut sich was am Langenhorster Bahnhof, im Ochtruper Industriegebiet: Maschinenfundamente werden verstärkt, Krananlagen installiert und LKW-weise werden Maschinen und Werkzeuge angeliefert. Mit einem Husarenstreich hat das Ochtruper Zulierferunternehmen A. Woltering GmbH & Co. KG jetzt sprunghaft die eigene Wertschöpfungskette in der CNC-Bearbeitung komplettiert. Mit Übernahme der geschäftlichen Tätigkeit der insolventen Brüggemann & Weiss GmbH& Co. KG aus dem münsterschen Ortsteil Roxel gelingt dem Ochtruper Unternehmer Alfred Woltering eine sinnvolle Ergänzung im firmeneigenen Leistungsportfolio.

„Wir haben schon lange Ausschau nach der Übernahme von Fertigungskapazitäten im mittleren Segment der CNC-Bearbeitung gehalten“, gibt der umtriebige Unternehmer unumwunden zu. „Jetzt war die Chance da und wir haben zugepackt!“, ergänzt Mit-Geschäftsführer Tobias Woltering, der seit gut einem Jahr im elterlichen Unternehmen aktiv mitwirkt. Bevor Anfang Januar ein gutes Dutzend Drehmaschinen und Bearbeitungszentren den Frachtweg nach Ochtrup antreten, gilt es am Ochtruper Standort die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen. Denn neben der Hardware an Maschinen werden auch 18 Mitarbeiter/innen in das neue Arbeitsumfeld nach Ochtrup wechseln und die Woltering-Belegschaft auf knapp 90 Mitarbeiter/innen anwachsen lassen. „Die Verhandlungen mit Insolvenzverwalter und Arbeitnehmervertreter waren intensiv aber zielführend“, erklärt Alfred Woltering die vergangenen Wochen als einen Mix aus Anspannung und Zielstrebigkeit.

Eben diese Zielstrebigkeit ist auch in den kommenden Wochen von allen Beteiligten gefordert. „Uns ist es gemeinsam gelungen, die Kunden während der schwierigen Insolvenzphase punktgenau zu beliefern. Die Abnehmer honorieren diese Anstrengung mit der festen Absicht auch unter neuer Federführung der Fertigungskompetenz zu vertrauen“, ist sich Ralf Hesping, Verkaufsleiter im ehemaligen Unternehmen Brüggemann & Weiss, sicher, dass das loyale Kundenverhalten auch während der Produktionsverlagerung anhält. Mit erweitertem Maschinenpark und Kundenstamm sieht sich das Unternehmen Woltering bestens gerüstet für den enger werdenden Zuliefermarkt.

„Wir haben kaum Überschneidungen in den Abnehmerbranchen. Das eröffnet uns mittelfristig viele Chancen und Perspektiven“, sehen die Geschäftsführer in ihrer Investitionsentscheidung auch ein gutes Stück Unternehmenssicherung. Die Produktionsverlagerung soll spätestens im März abgeschlossen sein. „Dann konzentrieren wir uns auf die Optimierung der internen Abläufe“, geben die Geschäftsführer Alfred und Tobias Woltering die Marschroute für das kommende Jahr 2016 vor.

1989 gegründet hat sich die Alfred Woltering GmbH & Co. KG als Zulieferbetrieb für unterschiedliche Industriebranchen profiliert. Zu den Kernkompetenzen gehören die CNC-Zerspanungstechnik, der Stahl- und Maschinenbau und die Erstellung von einbaufertigen Systemkomponenten. In einem separaten Unternehmenszweig, der Woltering Verfahrenstechnik, vertreibt das Unternehmen eigene Anlagen zur Fluorierung, einem Verfahren zur Schaffung diffusionsundurchlässiger Kunststoffoberflächen.

Der Kundenkreis für den Zulieferbereich besteht im Wesentlichen aus deutschen OEM-Betrieben, sowie Abnehmern aus den deutschsprachigen Nachbarländern. Knapp 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, welches als Familienunternehmen von den Geschäftsführern Alfred und Tobias Woltering geführt wird.

www.stahlbau-woltering.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

Die WIR-Redaktion freut sich auch auf Ihre Pressemitteilungen. Sprechen Sie uns an unter +49 5231 98100 0 oder per mail an redaktion@wirtschaft-regional.net

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.