Positive Entwicklung bei der Westag & Getalit AG

Rheda-Wiedenbrück. Vor dem Hintergrund einer weiterhin positiven Entwicklung der deutschen Baukonjunktur konnte die Westag & Getalit AG den Umsatz im ersten Quartal 2012 um 3,1 Prozent auf 57,4 Mio. Euro steigern (Vorjahr 55,7 Mio. Euro).

Relativ schwierig gestaltete sich die Situation im Berichtsquartal in den Auslandsmärkten, wo sich die Wirtschaftskrise großteils weiter bemerkbar macht. Daher reduzierten sich unsere Exportumsätze um 4,2 Prozent auf 12,4 Mio. Euro (Vorjahr 12,9 Mio. Euro). Die Exportquote sank im ersten Quartal entsprechend auf 21,6 Prozent (Vorjahr 23,2 Prozent). Die Sparte Sperrholz/Schalung verzeichnete auch witterungsbedingt einen verhaltenen Jahresstart mit einem Rückgang der Umsätze um 10,2 Prozent auf 7,6 Mio. Euro. Die Sparte Türen/Zargen profitierte von Ihrer guten Marktstellung und steigerte die Umsätze um 11,8 Prozent auf 28,8 Mio. Euro. Aufgrund des schwierigen Auslandsgeschäfts ging der Umsatz der Sparte Laminate/Elemente um 1,7 Prozent auf 19,4 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor EE-Steuern lag im 1. Quartal bei 2.342 TEuro und damit um 2,6 Prozent über dem Vorjahreswert von 2.283 TEuro. Ausschlaggebend war neben dem Anstieg des Umsatzes auch eine Stabilisierung der Rohstoffpreise im ersten Quartal. Der Jahresüberschuss je Aktie liegt für die Stammaktie unverändert bei 0,27 Euro. Für die Vorzugsaktie beträgt der Wert, ebenfalls unverändert zum Vorjahr, 0,33 Euro. Für das aktuelle Geschäftsjahr gehen wir von einem Gesamt-Investitionsvolumen in Höhe der Abschreibungen von gut 10 Mio. Euro aus. Wesentliche Investitionsvorhaben in 2012 sind zum einen der Abschluss der in 2011 begonnenen Errichtung der neuen Kantenbearbeitungsanlage für unsere Türen und zum anderen der Aufbau eines neuen Gas-Blockheizkraftwerks als integrierter Teil der bestehenden Kraft-Wärme-Kopplungsanlage. Die Anzahl unserer Mitarbeiter hat sich im ersten Quartal leicht um 2,7 Prozent auf 1.289 erhöht (Vorjahr 1.255).

Ausblick
Die Konjunkturentwicklung für den deutschen Binnenmarkt – und hier insbesondere die Bauwirtschaft – sehen wir grundsätzlich mit Optimismus. Die hohe Widerstandsfähigkeit unserer Wirtschaft hat sich in den Jahren 2010 und 2011 nachdrücklich gezeigt. Und für die Baukonjunktur hat sich zusätzlich der Trend gezielter Geldanlagen in den Wohnungsbau manifestiert. Eigentlich stimmen damit die konjunkturellen Vorzeichen. Wir sind uns aber auch der vollständig veränderten Risikosituation bewusst, die sich jederzeit bei einer Verschärfung der Finanzkrise ergeben kann. Unter der Annahme dieser positiven Konjunktureinschätzung gehen wir für das Inland von steigenden Umsätzen aus. Vor allem unsere baunahen Vertriebseinheiten sollten von einem Zuwachs im Wohnungsneubau profitieren können. Ebenso planen wir, trotz eines verhaltenen Starts, weitere Zuwächse im Export. Hier ist es uns zuletzt gelungen, uns auch bei sehr schwierigen Marktbedingungen erfolgreich zu behaupten – und es gibt ausreichend interessante Perspektiven bzw. Projekte, dass dies auch in Zukunft möglich sein sollte. Wesentlicher Faktor für die Ergebnisentwicklung ist neben dem Umsatz die Entwicklung der Rohstoffpreise. Hier sind die Signale nach den unerfreulichen Tendenzen der Jahre 2010 und 2011 positiver. Die Indikatoren deuten für die wesentlichen Rohstoffe eine Stabilisierung auf weiterhin hohem Niveau an. Da wir die enormen Materialpreissteigerungen, die wir in Kauf nehmen mussten, bisher nur teilweise an unsere Kunden weitergeben konnten, sind wir gezwungen, mit unseren Kunden weitere Preisgespräche zu führen. Sollten diese für uns positiven Effekte eintreffen, werden wir wieder zur alten Ertragsstärke zurückfinden.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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