Kreis Lippe will wie ein Konzern denken

„Neue Impulse sind wichtig, sie bringen uns dazu, über den Tellerrand hinaus zu schauen“. Mit diesen Worten beschreibt Landrat Friedel Heuwinkel die Intention des „Konzerns Kreis Lippe“, der sich am Pfingstwochenende erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hat. Unter dem Motto „Aus Lippe – für Lippe“ präsentierten sich am NRW-Tag der Kreis und seine Beteiligungen in der Neustadt und in der Gartenstraße. Auf 640 Quadratmetern und in 38 Zelten stellten die Mitarbeiter ihr vielfältiges Aufgabenspektrum vor – angefangen beim Thema Gesundheit, über Wirtschaft, Umwelt und Infrastruktur bis hin zu den Bereichen Bildung, Familie, Soziales und Kultur.

Die Kreisverwaltung kennt fast jeder, auch das Klinikum Lippe, die Stiftung Standortsicherung oder das Landestheater sind fast allen Lippern ein Begriff. Aber wie passen diese ganzen Institutionen eigentlich zusammen? Auf der Konzernmeile konnten sich die Besucher einen Eindruck davon verschaffen, was es heißt, „Konzern“ mit rund 5.500 Mitarbeitern und etwa 500 Auszubildenden zu sein. Landrat Heuwinkel blickt zurück: „Den entscheidenden Impuls hierfür lieferte uns 2011 die geänderte Kommunalverfassung, die uns aufgetragen hat, zukünftig eine gemeinsame Bilanz zu erstellen. Somit sind auch wir als Behörde angehalten, all unsere Beteiligungen in unsere Buchführung mit aufzunehmen“, erläutert er den Hintergrund. „Dieser Auftrag hat uns dazu bewegt, diesen Gedanken weiterzudenken und noch näher zusammenzurücken und das nicht nur in Tabellen und Zahlenauflistungen, sondern greifbar und real, mit einem einheitlichen Auftreten und einer einheitlichen Sprache“. Auf einer Klausurtagung im kreiseigenen Inselquartier auf Norderney haben die Führungskräfte des Kreises und die Verantwortlichen der Beteiligungen im September 2011 die „Norderneyer Beschlüsse“ zu Papier gebracht, die ein übergreifendes Denken und Arbeiten und ein gemeinsames Leitbild beinhalten. Seither fließt das Know-how der Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Aufgabengebieten im „Konzern Kreis Lippe“ zusammen. Ein gemeinsames Kommunikationsnetzwerk, eine gemeinsame Personalentwicklung, ein gemeinsames Marketing, eine Zusammenarbeit im Finanzbereich oder die gemeinsame Akquise von Fördermitteln sind Beispiele für ein gelebtes Miteinander. Um dies umzusetzen, treffen sich regelmäßig Vertreter von Kreis und Beteiligungen in Arbeitsgruppen und entwickeln neue Ideen und Konzepte für Lippe.

„Unsere Motivation ist es, uns vom herkömmlichen Bild einer Behörde zu lösen. Mit dem Konzerngedanken heben wir uns deutlich von anderen Kreisen in ganz Deutschland ab“, unterstreicht der Landrat. Die Konzernidee fand auch bei NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft großen Anklang, der Heuwinkel auf dem NRW-Tag ein druckfrisches Exemplar der Konzernbroschüre Kreis Lippe überreichte. „Gemeinsam hegen wir die Absicht, eine rundum fortschrittliche und gleichzeitig traditionsbewusste Region zu sein – aus Lippe, für Lippe“, betont er abschließend.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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