Widerstand gegen Leopard-Export

Hamburg (dapd). Unter den Gesellschaftern des Rüstungskozerns Krauss-Maffei Wegmann regt sich Widerstand gegen den Verkauf weiterer Leopard-Kampfpanzer an Saudi-Arabien. Burkhart von Braunbehrens, der eine der fünf Eigentümerfamilien des Konzerns vertritt, sprach sich in einem vorab veröffentlichten Interview des Magazins „Stern“ gegen das Geschäft aus.

Die arabische Revolution werde als große Hoffnung begrüßt. „In dieser Situation Panzer nach Saudi-Arabien zu liefern wäre ein unmögliches Signal. Es wäre Wahnsinn“, sagte er. Er und seine Familienmitglieder seien entsetzt gewesen, als im März 2011 saudische Panzer im Nachbarland Bahrain eingerollt seien und die Demokratiebewegung niedergeschlagen worden sei, sagte Braunbehrens weiter. Die geplante Ausfuhr weiterer Leopard-Panzer nach Saudi-Arabien verstoße eindeutig gegen die deutsche Exportrichtlinie. Er habe sich an Bundespräsident Joachim Gauck gewandt mit der Bitte, den Export nicht zu genehmigen. Berichten zufolge will Saudi-Arabien bei Kraus-Maffei Wegmann 600 bis 800 weitere Leopard-Kampfpanzer kaufen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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