Kompliziert kann jeder – aber Kronkorken sind High-End

Ibbenbüren/Kreis Steinfurt. „Ich glaube, jetzt will ich Ingenieur werden!“ Cihad Marangoz, Schüler des Leistungskurses Sozialwissenschaften/Wirtschaft am Hannah-Arendt-Gymnasium in Lengerich, hat die Sache für sich schon ziemlich klar. Zusammen mit ihm hatten 12 weitere angehende Abiturienten jetzt die Gelegenheit, in Ibbenbüren an einem Workshop zu den Themen Ingenieurwesen, Elektrotechnik und Produktdesign teilzunehmen.

Die Schüler hatten sich vor einigen Wochen während des Management Information Game (MIG) des Industriellen Arbeitgeberverbandes Osnabrück-Emsland in Lengerich bei der Bischof + Klein GmbH & Co. KG für diesen Workshop qualifiziert. Während des einwöchigen Wirtschaftsplanspiels mussten die jungen Talente unter anderem während einer simulierten Business-to-Business-Messe mit Produktideen für die Generation 60plus Vertreter der lokalen Wirtschaft von ihrem Innovationspotenzial überzeugen.

„Kreative und spannende Ideen!“, zeigte sich Christof Paul, Industrial Designer und Vorstandsvorsitzender des Vereins ProID – Allianz zur Förderung von Produkt-Innovationen in Deutschland e.V., überzeugt. Zusammen mit zwei ProID-Kollegen, Dipl. Ing. Christoph Bauer von Bauer Engineering GmbH in Ibbenbüren und Prof. Dr. Peter Glösekötter von der Fachhochschule Münster, stellte er Zeit, Mittel und Know-How zur Verfügung, um den möglichen Entwicklern von morgen ein Forum für ihre Neugier zu bieten.

Ein voller Erfolg, wie man schon während des Workshops beobachten konnte. Die Schüler schlüpften in die Rollen von Ingenieuren, Produktdesignern und Elektrotechnikern. Es wurde gezeichnet, gebastelt. Mit CAD-Programmen wurden Modelle entwickelt, die letztlich auch auf einem 3D-Drucker ausgedruckt werden konnten. Die drei Profis boten dabei Einblicke in ihren jeweiligen Arbeitsalltag sowie in ihren Werdegang, informierten und motivierten und standen für Fragen jedweder Art parat.

„Das ist genau die Art von Angeboten, die unsere Schüler brauchen“, freut sich Lars Buchalle. Buchalle ist Studien- und Berufskoordinator am Hannah-Arendt-Gymnasium in Lengerich und im Ehrenamt Verantwortlicher für den Bereich „Junge Talente“ bei ProID. „Auch die ausgefeiltesten Konzepte zur Studien- und Berufsorientierung benötigen vor allem eines: externe Partner, die bereit sind, sich für die Bedürfnisse der Jugendlichen zu öffnen und handlungsorientierte Erfahrungsräume zu schaffen“, fasst er den Ertrag eines solchen Engagements aus schulischer Sicht zusammen.
Die Schüler haben die an ihrem freien Samstag investierte Zeit dabei ebenso wenig bereut wie die drei Ausrichter. „Es hat Spaß gemacht und war beeindruckend. Eine echte Hilfe bei der Orientierung, was man einmal machen möchte“, war die einhellige Meinung der Schüler. „Vielleicht können wir einem von euch dabei helfen, einmal sehr erfolgreich zu werden“, machte Christof Paul bereits zu Beginn in seiner Ansprache an die jungen Leute deutlich. Ein Anliegen, das ihm durch die Gründung von ProID besonders am Herzen liegt und das auch in Zukunft durch vergleichbare Projekte fortgeführt werden wird. „Wir wollen Produktinnovationen fördern, die junge Leute motivieren, neue Einblicke schaffen und sie nachhaltig mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung vernetzen. Dafür steht ProID.“

Hintergrund
Der ProID e.V. wurde im Sommer 2012 gegründet. Die Vereinsidee entstand durch Industrial Designer Christof Paul und Architekt Paul Michael Pelken. Die beiden Ibbenbürener wurden in der Mitgliederversammlung 2012 zu Vorstandsvorsitzenden der Allianz gewählt. Durch Förderung junge Talente hat der ProID e.V. öffentliches Interesse erzeugt. Die Talentförderung und ein exklusives Netzwerk soll in den nächsten Jahren deutschlandweit ausgebaut werden.
Aktuell befindet sich ProID in Gesprächen mit Unternehmern, die die Ziele der Allianz fördern möchten, und mit Medienpartnern, die am Förderkonzept interessiert sind.
Das Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich kooperiert seit Jahren mit außerschulischen Partnern im Bereich der Studien- und Berufsorientierung. Neben bereits etablierten Formen wie z.B. Planspielen, Referentenvorträgen oder Betriebsbesichtigungen bilden gezielte Workshops die nächste Ausbaustufe des umfangreichen Konzepts, in dem die Schüler bereits ab der siebenten Klasse eingebunden werden.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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