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Dienstag, 24 April 2012 13:46

Erfolgreiche Nachfolge

von 
Klaus Neuhaus, Mitglied des Vorstands NRW.BANK Klaus Neuhaus, Mitglied des Vorstands NRW.BANK NRW.BANK

Hilfe und Beratung bieten das Land NRW, die Steuerberaterkammer und die NRW.BANK

Viele mittelständische Betriebe müssen in naher Zukunft ihre Unternehmensnachfolge regeln. Geschieht dies zu spät, kann die Existenz des Betriebs auf dem Spiel stehen. Hilfe und finanzielle Unterstützung erhalten sie vom Land NRW, der Steuerberaterkammer und der NRW.BANK. Das wurde jetzt auf der Informationsveranstaltung „Erfolgreiche Unternehmensnachfolge“ in der NRW.BANK in Münster deutlich.

Im Jahr 2011 standen bundesweit 103.600 Unternehmen zur Nachfolge an, bis 2020 wird diese Zahl auf über 123.000 ansteigen. Das ergab eine aktuelle Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn. Davon betroffen sind circa 1,4 Millionen Arbeitnehmer. Auf Nordrhein-Westfalen entfällt dabei rund ein Viertel. Das Problem: Viele Unternehmerinnen und Unternehmer setzen sich nicht rechtzeitig mit Nachfolgeregelungen auseinander. Oft würden diese hinausgeschoben oder sogar für unnötig erachtet. „Viele unterschätzen, dass die Übergabe ein komplexer Prozess ist, der mitunter mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Irgendwann ist es dann zu spät“, so NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger in seiner Eröffnungsrede in der NRW.BANK in Münster. Vielen Unternehmen drohe die Schließung, wenn kein passender Nachfolger gefunden werde.
Um abgebenden und übernehmenden Unternehmern beratend zur Seite zu stehen, wurde vor geraumer Zeit das landesweite „Netzwerk Unternehmensnachfolge NRW“ gemeinsam von der Landesregierung, den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, den kommunalen Wirtschaftsförderungen und der NRW.BANK ins Leben gerufen. Auch die beiden Sparkassenverbände und die drei Steuerberaterkammern in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich mittlerweile an diesem Netzwerk.

„Steuerberater und Firmenkundenbetreuer kennen als oftmals langjährige Geschäftspartner die persönliche Lage ihrer Kunden bereits sehr gut. Bei entsprechender Abstimmung können wir daher passgenau und ganz individuell beraten“, erläutert Volker Kaiser, Präsident der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe.Unternehmer, die sich rechtzeitig um einen Nachfolger bemühen bzw. sich dazu beraten lassen, können finanziell unterstützt werden. „Das Land NRW hat Anfang letzten Jahres das Beratungsprogramm für die regionale Wirtschaftsförderung erweitert“, so Klaus Neuhaus, Mitglied des Vorstands der NRW.BANK. „Abgebende Unternehmer erhalten jetzt zum Beispiel für bis zu acht Beratertage bis zu 50 Prozent der Tagessätze.“

Für Notfallsituationen sollten ältere und jüngere Unternehmerinnen und Unternehmer aber auf jeden Fall gerüstet sein. „Jeder verantwortungsvolle Unternehmer sollte einen sogenannten „Notfallkoffer“ vorbereiten“, so Minister Voigtsberger. „Hier können wichtige Informationen wie Vollmachten oder Kunden- und Lieferstrukturen für den Nachfolger aktuell bereitgehalten werden.“

Letzte Änderung am Dienstag, 24 April 2012 14:00

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