IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2015: Konjunkturmotor in Ostwestfalen läuft weiterhin rund

Zufrieden mit den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2015: Dr. Christoph von der Heiden, IHK-Geschäftsführer, Wolf D. Meier-Scheuven, IHK-Präsident, Thomas Niehoff, IHK-Hauptgeschäftsführer und Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer (v.l.) (Foto: IHK Ostfestfalen zu Bielefeld)
Zufrieden mit den Ergebnissen der IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2015: Dr. Christoph von der Heiden, IHK-Geschäftsführer, Wolf D. Meier-Scheuven, IHK-Präsident, Thomas Niehoff, IHK-Hauptgeschäftsführer und Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer (v.l.) (Foto: IHK Ostfestfalen zu Bielefeld)

Ostwestfalens Wirtschaft läuft weiterhin rund. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in der Auswertung ihrer Herbstkonjunkturumfrage, an der sich 1.606 Unternehmen mit 142.480 Beschäftigten aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beteiligten.

„Neue, zusätzliche Wachstumsimpulse sind zwar aktuell nicht in Sicht, dennoch setzt sich die positive Entwicklung aus dem Frühjahr weiterhin fort“, betonte IHK-Präsident Wolf D. Meier-Scheuven heute (08.09.2015) bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, belegt diese Einschätzung: Für die gesamte Wirtschaft in Ostwestfalen – inklusive Handel und Dienstleistung – ist der Wert von 116 Punkten im Frühjahr auf aktuell 118 Punkte gestiegen, für die Industrie ist er leicht von 118 auf 117 Punkte gesunken. „Wir liegen mit unserer Klimakurve nach wie vor deutlich im positiven Bereich über der 100er-Linie“, sagte der IHK-Präsident.

In der Industrie bewerten 37 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage als gut (Frühjahr: 38 Prozent). Die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate hingegen sind etwas gedämpfter: Aktuell rechnen 23 (Frühjahr 26 Prozent) mit einer Besserung ihrer Geschäftslage. Meier-Scheuven: „Gegenüber unserer Frühjahrs-Umfrage haben sich die geopolitischen Krisenherde nicht entschärft. Der Ukraine-Konflikt spielt zwar in den Medien keine große Rolle mehr, die Lage hat sich aber kaum verändert. Die Probleme in und mit Russland schwelen weiter. Syrien und weitere Regionen des Nahen Ostens bleiben Krisenherde. Ein Rettungspaket für Griechenland ist zwar geschnürt, von einer Lösung der Schuldenmisere und Wachstumsprobleme in einigen europäischen Ländern können wir aber weiterhin nicht sprechen. Hinzu kommen schwächere Zahlen aus den Schwellenländern und dabei insbesondere der chinesischen Wirtschaft.“ Angesichts der globalen Rahmenbedingungen sei es wenig verwunderlich, dass das größte Risiko aus Sicht der Industrieunternehmen die Auslandsnachfrage bleibe.

Eine bemerkenswerte Veränderung zur Frühjahrsumfrage gebe es dennoch: Definitiv verbessert habe sich die Investitionsneigung in der ostwestfälischen Industrie. „Investitionen sind ein Indiz dafür, dass Vertrauen in die Zukunft besteht. Ohne Optimismus keine Investitionen“, betonte Meier-Scheuven. Erfreulich bei den Investitionen sei zudem, dass deutlich mehr Kapazitätserweiterungen als in den Vorjahren geplant seien. Dies deute ganz direkt auf Wachstumserwartungen hin. 49 Prozent planen Kapazitätserweiterungen, zuvor waren es nur 32 Prozent. Auch die Erwartungen bei den Inlands- und Auslandsumsätzen hätten sich verbessert. „Trotz aller Risiken bleibt der Export ein wichtiger Motor“, betonte Meier-Scheuven.

Nach Angaben von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff stieg der Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes von Januar bis einschließlich Juni in Ostwestfalen um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 19,8 Milliarden Euro (NRW: -2,4 Prozent, Bund: +1,0). Dabei nahmen die Auslandsumsätze um 2,9 Prozent zu und die Inlandsumsätze stiegen leicht um 0,5 Prozent (NRW: Ausland -0,5 Prozent, Inland -4,0 Prozent, Bund: Ausland +3,9 Prozent, Inland -1,6 Prozent). Im Durchschnitt der ersten sechs Monate waren in Ostwestfalen 150.112 Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe tätig. Das ist ein Plus von 1,0 Prozent (NRW ebenfalls -0,3 Prozent, Bund: +1,0 Prozent).

www.ostwestfalen.ihk.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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