Ifo-Institut: Ratingagentur Moody’s zeigt Risiken auf

Ifo-Institut: Ratingagentur Moody's zeigt Risiken auf München (dapd). Die US-Ratingagentur Moody’s hat aus Sicht des Münchner Ifo-Instituts die Gefahren verdeutlicht, die in den Hilfskrediten für die Schuldenstaaten stecken. „Wenn man immer mehr Rettungspakete schnürt, übernimmt man sich eben“, sagte Ifo-Konjunkturchef Kai Carstensen am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Dass Moody’s die Bonität der Bundesrepublik kritisch betrachtet, zeige die „veritable Gefahr“, dass massive Verluste drohten. Aus den Krediten könnten für die Gläubigerstaaten wie Deutschland bald echte Kosten werden. „An die Politiker gerichtet heißt dies: Wenn Ihr zu viel Geld in die Hand nehmt und es ins Schaufenster stellt, ist es am Ende vielleicht doch weg.“ Das Ifo-Institut warnt bereits seit längerem vor immer neuen Milliardenkrediten und plädiert für Insolvenzmechanismen für überschuldete Staaten und Banken. „Wichtig ist es, dass man die Gläubiger mit ins Boot nimmt“, sagte Carstensen. Diese müssten zunächst für die Schulden aufkommen, dann erst die Staaten. Moody’s hatte in der Nacht den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Deutschlands auf negativ gesenkt, das eigentliche Rating aber bei der Bestnote AAA belassen. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hatte Anfang Juli gemeinsam mit mehr als 160 Wirtschaftswissenschaftlern in einem offenen Brief zum Protest gegen die Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung aufgerufen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.