GERRY WEBER schließt Geschäftsjahr 2015/16 plangemäß ab

Halle/Westfalen. Der Konzernumsatz der GERRY WEBER International AG betrug nach Vorlage vorläufiger Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/16 (1. November 2015 – 31. Oktober 2016) rund EUR 900 Mio. (Vorjahr: EUR 920,8 Mio.). Das operative Konzernergebnis (EBIT reported) beläuft sich nach Vorlage vorläufiger Zahlen zwischen EUR 13 und 14 Mio. (Vorjahr: EUR 79,3 Mio.). Dies entspricht der gegebenen Prognose, ein Konzern-EBIT (reported) zwischen EUR 10 und 20 Mio. zu erzielen.

Die Tochtergesellschaft HALLHUBER trug zum Konzernumsatz EUR 183 Mio. bei. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr in Höhe von 17,7 %. Das Wachstum auf vergleichbarer Fläche lag bei erfreulichen 2,1 % und damit deutlich über dem negativen Markttrend.

Der vorläufige Umsatz der GERRY WEBER Core-Marken (GERRY WEBER, TAIFUN und SAMOON) betrug rund EUR 717 Mio., was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von ca. 10,9 % darstellt. Das GERRY WEBER Core-Retail-Segment erzielte einen Umsatz von rund EUR 419 Mio. Dies entspricht einem Anteil von ca. 46,5 % am Konzern-Umsatz. Der Umsatz auf vergleichbarer Fläche verminderte sich aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds und der damit verbundenen niedrigen Kundenfrequenzen um 7,6 %. Der vergleichbare Umsatz im deutschen Modeeinzelhandel verringerte sich im GERRY WEBER Geschäftsjahr um rund 3 – 4 %. Der Core-Retail-Umsatz reduzierte sich nicht nur aufgrund rückläufiger Umsätze auf vergleichbarer Fläche, sondern auch aufgrund der bereits vorgenommenen Filialschließungen. Erfreulich entwickelte sich der Anteil des gesamten Online-Geschäftes (HALLHUBER und GERRY WEBER Core), das mit EUR 43,9 Mio. ein Plus von ca. 22 % im Vergleich zum Vorjahr erzielen konnte.

Das operative Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA reported) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 115,8 Mio. auf rund EUR 77 Mio. Das operative Konzernergebnis (EBIT reported) in Höhe von rund EUR 13 bis 14 Mio. wurde wie bereits angekündigt durch Sondereffekte basierend auf den bereits umgesetzten Maßnahmen des Programms „FIT4GROWTH“ in Höhe von rund EUR 31 Mio. belastet. Diese beinhalten unter anderem ca. EUR 15 Mio. einmalige Abschreibungen resultierend aus den Geschäftsschließungen des Programms „FIT4GROWTH“. Den wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis 2015/16 lieferte mit einem außerordentlichen Ertrag in Höhe von ca. EUR 20 Mio. der Verkauf der Renditeimmobilie „Halle 30“.

Ausblick 2016/17

Angesichts der weiterhin schwierigen Marktbedingungen, der sinkenden Kundenfrequenzen sowie des sich verändernden Einkaufsverhaltens der Endverbraucher, steht auch das laufende Geschäftsjahr 2016/17, wie bereits bei Bekanntgabe des Programms angekündigt, im Zeichen der Neuausrichtung. GERRY WEBER wird das Programm zur Neuausrichtung „FIT4GROWTH“ weiter konsequent umsetzen und gegebenenfalls dort nachsteuern, wo sich weiteres Verbesserungspotenzial zeigt oder es die volatilen Marktentwicklungen erforderlich machen. Der Vorstand budgetiert für dieses Geschäftsjahr daraus resultierende Sonderbelastungen in Höhe von rund EUR 6 Mio. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 noch nicht mit signifikanten Ergebnis- steigerungen und prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr daher ein Konzern-EBIT (reported) gemäß Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung auf Vorjahresniveau zwischen EUR 10 und 20 Mio. sowie einen leicht rückläufigen Konzernumsatz (-2% bis -4%). Das operative Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA reported) wird voraussichtlich zwischen EUR 60 und 70 Mio. betragen.

Wie bereits im Februar 2016 bekannt gegeben, rechnet die GERRY WEBER Gruppe damit, im dritten Jahr nach dem Start der Neuausrichtung und damit im Geschäftsjahr 2017/18 wieder in eine Phase nachhaltig profitablen Wachstums überzugehen.

Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG, erklärt: „Das Geschäftsjahr 2015/2016 war ein sehr herausforderndes Jahr für uns, in dem wir wichtige Meilensteine in der laufenden Neuausrichtung erreicht haben. Dabei waren und sind wir mit einem nochmals deutlich verschärften Marktumfeld konfrontiert. Vor diesem Hintergrund können wir zufrieden sein, dass wir unsere gesteckten Ziele erreicht haben. Es hat sich gezeigt, dass der eingeschlagene Kurs der Neuausrichtung richtig und notwendig ist. Angesichts der andauernd schwierigen Marktbedingungen dürfen wir jetzt aber nicht nachlassen. Wir werden unser Programm zur Neuausrichtung FIT4GROWTH weiter konsequent umsetzen und in diesem Rahmen die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um GERRY WEBER wieder auf profitablen Wachstumskurs zu bringen.“

www.gerryweber.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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