GERRY WEBER profitiert von Neueröffnungen

Halle/Westfalen. Trotz des schwierigen Marktumfeldes im 1. Quartal 2012/13 (1. November 2012 – 31. Januar 2013) erhöhte die GERRY WEBER International AG ihren Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von EUR 165,1 Mio. auf EUR 184,9 Mio. Der Umsatzzuwachs von 12,0 % ist vor allem auf die Expansion des Retail Bereiches und der damit verbundenen neu eröffneten Houses of GERRY WEBER und Monolabel Stores zurückzuführen.

Basierend auf der Ausweitung der Verkaufsflächen erhöhte der Retail Bereich seinen Umsatz im 1. Quartal 2012/13 von EUR 62,9 Mio. auf EUR 85,6 Mio. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 36,1 %, der unter anderem auf das internationale Wachstum zurückzuführen ist. Vor dem Hintergrund des schwachen Marktumfeldes, gekennzeichnet durch eine abgeschwächte Konsumneigung der Verbraucher, sowie der wetterbedingt niedrigeren Kundenfrequenz im Vergleich zum Vorjahr, gingen die Umsätze auf vergleichbarer Fläche um 3,4 % zurück. Betrachtet man die Umsatzentwicklung des deutschen Modemarktes in den Monaten des Berichtszeitraumes, so musste dieser deutlich höhere Rückgänge verzeichnen. Ein unabhängiges Fachmagazin für die Modebranche ermittelte für die Monate November und Dezember 2012 sowie Januar 2013 Umsatzrückgänge im Vergleich zu den Vergleichsmonaten des
Vorjahres zwischen -5 % und -9 %.

Das Wholesale Segment erzielte einen Umsatz von EUR 99,3 Mio. und liegt damit 2,8 % unter den Umsatzzahlen des 1. Quartal des Vorjahres. Dies ist unter anderem auf die geänderte Segmentberichterstattung und die damit verbundene Anpassung der Vorjahreszahlen zurückzuführen. Ferner wurden dem Vorjahresquartal noch die im August 2012 mehrheitlich erworbenen Franchise Stores in den Niederlanden zugerechnet, die nunmehr im Retail Segment ausgewiesen werden.

Das operative Ergebnis (EBIT) des 1. Quartals 2012/13 blieb mit EUR 17,8 Mio. im Vergleich zum 1. Quartal 2011/12 (EUR 17,7 Mio.) nahezu konstant. Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2012/13 wurden einerseits noch durch die Auswirkungen der überdurchschnittlichen Expansion des Retail Segmentes sowie andererseits durch das schwache Marktumfeld belastet. Neu eröffnete Verkaufsflächen erwirtschaften anfänglich ein niedrigeres Umsatzniveau als eine länger bestehende Filiale. Somit ist der Ergebnisbeitrag dieser Stores geringer als bei einer etablierten Filiale. Alleine im letzten Geschäftsjahr wurden rund 230 neue Houses of GERRY WEBER und Monolabel Stores eröffnet und 25 ehemalige Franchise Stores übernommen. Im 1. Quartal 2012/13 fanden planmäßig weitere 20 Neueröffnungen statt. Auf Basis des erhöhten Retailanteils am Konzernumsatz wirkte sich ferner der Winterschlussverkauf im Januar 2013 deutlicher als in den Vorjahren auf die operative Marge aus. Entsprechend reduzierte sich die EBITMarge im Vergleich zum Vorjahresquartal von 10,7 % auf 9,6 %.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses sowie der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergibt sich ein Periodenüberschuss auf Vorjahresniveau von EUR 11,5 Mio. Entsprechend blieb das Ergebnis pro Aktie im 1. Quartal 2012/13 mit EUR 0,25 pro Aktie konstant.

Bei gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren wichtigsten Vertriebsmärkten bestätigen wir nochmals die Ende Januar 2013 veröffentlichten Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2012/13. Ziel ist es, einen Konzernumsatz zwischen EUR 890 und 900 Mio. zu erwirtschaften. Dies entspräche wieder einem prozentual zweistelligen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des derzeit herausfordernden Marktumfeldes gehen wir auch weiterhin davon aus, profitabel zu wachsen und halten ferner daran fest, im Geschäftsjahr 2012/13 ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen EUR 131 und 135 Mio. zu erzielen.

Die kommenden Monate sind also weiterhin deutlich auf Wachstum ausgerichtet, und dies sowohl in unserem Retail als auch in unserem Wholesale Segment. Alle fünf GERRY WEBER Marken nehmen eine herausragende Marktposition in ihren jeweiligen Marktsegmenten ein. Daher sehen wir vor allem außerhalb Deutschlands genügend Wachstumschancen für alle fünf Marken und sind mit einer Eigenkapitalquote von 80,1 % gut gerüstet, um diese Möglichkeiten wahrzunehmen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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