Gentechnik für deutsche Bauern keine Option

Passau (dapd). Der Deutsche Bauernverband kritisiert Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) für ihren Vorstoß, den Bundesländern mehr Mitbestimmungsrechte beim Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen einzuräumen. „Der Streit über Sicherheitsabstände ist eine Scheindebatte ohne jede Relevanz für die Praxis“, sagte Verbandspräsident Gerd Sonnleitner der „Passauer Neuen Presse“.

Für die deutschen Bauern sei Gentechnik keine Option. Der Verband rate seinen Mitgliedern nicht zuletzt wegen der Haftungsfrage vom Anbau solcher Pflanzen ab. „Eventuelle Schadensersatzforderungen würden an den Landwirten hängen bleiben“, sagte Sonnleitner dem Blatt. Das finanzielle Risiko sei für die Bauern unkalkulierbar. Die Verbraucher in Deutschland wollten keine gentechnisch veränderten Pflanzen und Lebensmittel. Nach Aigners Plänen sollen die Länder selbst über den Abstand von Gen-Anbauflächen zu anderen Äckern bestimmen. Länder mit kleinen Ackerflächen könnten so den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen komplett unterbinden. FDP-Chef Philipp Rösler kritisierte die Pläne der Ministerin.

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Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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