Großes Potenzial bei besserer Vereinbarkeit von Familie@Beruf

Jahreskongresses Familie@Beruf in Düsseldorf.
Podiumstalk mit Jürgen Henke (Metallwerke Renner) und Prof. Dr. Irene
Gerlach (Forschungszentrum Familienbewußte Personalpolitik) (Foto: Metallwerke Renner)

Ahlen/Düsseldorf. Dr. Joachim Stamp, Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration hat die nordrhein-westfälische Wirtschaft ermutigt, ihre Anstrengungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verstärken. Der Minister und stellvertretende Ministerpräsident eröffnete den Jahreskongresses Familie@Beruf in Düsseldorf. Die neue NRW-Regierung hat das Ziel, Rahmenbedingungen für eine gute Familienpolitik zu schaffen.

Das Ministerium sei auf die Metallwerke Renner GmbH aus Ahlen gestossen, als sie mit dem Großen Preis des Mittelstandes für „herausragendes unternehmerisches Engagement in der beruflichen Bildung“ ausgezeichnet wurde. So wurde der Geschäftsführende Gesellschafter Jürgen Henke eingeladen, um im Podium über umgesetzte Konzepte und Teilzeitmodelle zu reden.

Fast 400 Besucherinnen und Besucher – darunter Unternehmensvertreter, Multiplikatoren und renommierte Wirtschaftsexperten, diskutierten unter dem Titel „Chancen NRW: Job, Familie, Fachkräfte – mit Vereinbarkeit gewinnen“ über Chancen und Strategien einer neuen Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Gewinnung von Fachkräften.

Mit der Moderatorin Dorothee Breuer wurde insbesondere über die Realisierung familienfreundlicher Maßnahmen diskutiert. Oft wurden flexible Zeitmodelle mit Verringerung oder Aufstockung der Arbeit und Herausforderungen von mobilem Arbeiten und Homeoffice beleuchtet. Auch die Metallwerke Renner setzt auf familienfreundliche Personalmaßnahmen und flexible Arbeitszeiten von der Teilzeit bis zum Homeoffice bereits lange Zeit ein. Jürgen Henke hat das bereits früh erkannt und sieht dies als deutlichen Standortvorteil im Wettbewerb um die besten Köpfe.

Jürgen Henke teilte zur Überraschung der TeilnehmerInnen des Familie@Beruf Kongress mit, dass man sich auch früh mit dem Thema „Führen in Teilzeit“ beschäftigt hat. Mit dem damaligen Geschäftsführer-Partner wurde Elternzeit kreativ als Vaterzeit vereinbart, ein im Grunde vollkommen unbekanntes Modell für Geschäftsführer. Insbsondere das auch bei Renner praktizierte Modell des Homeoffice bietet Zeitgewinn sowie mehr Freiaum für die Familie.

Jürgen Henke: „Wir wissen, dass viele Mitarbeiter möglichst flexibel, mobil oder mit weniger Stunden tätig sein möchten. Wenn wir in dieser Hinsicht einiges bieten, sind die Mitarbeiter motivierter.“ Das Invest in Mitarbeiter zahlt sich aus. Dazu gehörten jedoch auch viele soziale und sportliche Maßnahmen, wie Jürgen Henke bekräftigte. Dass man nur die Arbeitszeit sehe, greife zu kurz.

Bereits heute fehlten den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen 134.000 Fachkräfte, bis 2030 wachse die Lücke nach Prognosen auf 592.000 Fachkräfte an. Daher sei eine familiengerechte Unternehmens- und Personalpolitik ein wichtiger Baustein zur Fachkräftesicherung.

www.metallwerke-renner.eu

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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