Europäische Zentralbank enttäuscht zarte Hoffnung auf Zinssenkung

Europäische Zentralbank enttäuscht zarte Hoffnung auf Zinssenkung Frankfurt/Main (dapd). Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Hoffnungen mancher Anleger enttäuscht und weder die Zinsen gesenkt noch ihre Geldschleusen weiter geöffnet. Die Börsen gaben zwar nach Bekanntgabe der Entscheidung des EZB-Rats am frühen Mittwochnachmittag vorübergehend einen Teil ihrer Gewinne ab, der befürchtete Einbruch blieb aber Europäische Zentralbank enttäuscht zarte Hoffnung auf Zinssenkung Frankfurt/Main (dapd). Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Hoffnungen mancher Anleger enttäuscht und weder die Zinsen gesenkt noch ihre Geldschleusen weiter geöffnet. Die Börsen gaben zwar nach Bekanntgabe der Entscheidung des EZB-Rats am frühen Mittwochnachmittag vorübergehend einen Teil ihrer Gewinne ab, der befürchtete Einbruch blieb aber aus. Mit der Entscheidung bleibt der Hauptrefinanzierungssatz, zu dem sich Banken Geld bei der EZB leihen, bei historisch niedrigen 1,00 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi räumte in Frankfurt am Main aber ein, dass es auch Stimmen im Rat gegeben habe, die sich gegen ein Beibehalten der Zinssätze ausgesprochen hätten. „Ein paar Mitglieder hätten die Zinsen heute lieber gesenkt“, sagte der EZB-Chef, fügte aber schnell hinzu: „Aber es waren nicht viele.“ Für die Zukunft schloss er Zinssenkungen nicht aus. Die 1,00 Prozent sind zwar der tiefste Stand in der Geschichte des Euro, allerdings liegen die Sätze in den USA, Großbritannien und Japan noch niedriger. Das größte Kopfzerbrechen bereitet den Notenbankern nach Auskunft Draghis das schwache Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Die Stimmung habe sich verschlechtert, wodurch sich das Risiko für die wirtschaftlichen Aussichten vergrößert habe. Weniger Sorgen bereitet Draghi die Inflation, die sich hartnäckig über zwei Prozent hält. Bis zu einem Wert von knapp zwei Prozent spricht die EZB von Preisstabilität. Draghi wies aber darauf hin, dass das Ziel im kommenden Jahr erreicht werde. Für den Preisauftrieb seien vor allem die hohen Energiepreise und gestiegene indirekte Steuern verantwortlich. Im Vorfeld der Entscheidung war spekuliert worden, dass die Notenbanker den Zinssatz noch weiter senken könnten, um die lahmende Konjunktur anzukurbeln und dem kriselnden Finanzsystem Luft zu verschaffen. Offenbar wollte die EZB aber vor den Neuwahlen in Griechenland am 17. Juni kein Signal aussenden, dass sie bereit ist, die Geldpolitik noch stärker gegen die Krise einzusetzen. Ohnehin helfen niedrige Zinsen nur gegen die Symptome der Krise, nicht aber gegen deren Ursachen. Die jahrelang niedrigen Zinsen in den USA gelten sogar als einer der Auslöser der dortigen Immobilienkrise und damit der weltweiten Finanzkrise. Denn Minizinsen sorgen für billige Kredite, die einer Blasenbildung Vorschub leisten. Außerdem können sie den Anstieg der Verbraucherpreise beschleunigen. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

FG_AUTHORS: dapd News

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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