Erfolgreiches erstes Quartal für Gildemeister

Bielefeld. Die Weltwirtschaft verläuft derzeit recht stabil. Der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch soll nach der jüngsten VDW- und Oxford Economics-Prognose vom April 2012 nunmehr um 8,8 Prozent steigen – damit würde der hohe Verbrauch der letzten Jahre anhalten.

Gildemeister ist plangemäß in das laufende Geschäftsjahr gestartet: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis lagen im ersten Quartal über den Vorjahreswerten. Dazu trugen unter anderem die erfolgreich verlaufenen Jahresauftaktveranstaltungen bei.

Der Auftragseingang stieg auf 605,1 Mio. € (+36 Prozent; Vorjahr: 445,9 Mio. €). Der Umsatz erreichte 451,8 Mio. € (+20 Prozent; Vorjahr: 377,4 Mio. €). Die Ertragslage entwickelte sich plangemäß: Das EBITDA betrug 28,6 Mio. € (Vorjahr: 17,9 Mio. €), das EBIT belief sich auf 18,8 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) und das EBT erreichte 15,0 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Der Konzern weist zum 31. März 2012 ein Ergebnis nach Steuern von 10,3 Mio. € aus (Vorjahr: 0,3 Mio. €).

Der Umsatz erreichte im ersten Quartal 451,8 Mio. € und lag damit 74,4 Mio. € (+20 Prozent) über dem vergleichbaren Vorjahreswert (377,4 Mio. €). Im Kernsegment „Werkzeugmaschinen“ erhöhte sich der Umsatz um 51,2 Mio. € (+25 Prozent) auf 259,6 Mio. €. Der Umsatz im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ betrug 192,1 Mio. € (Vorjahr: 168,9 Mio. €). Die Inlandsumsätze erhöhten sich um 48 Prozent auf 183,3 Mio. €, die Auslandsumsätze des Konzerns stiegen um 6 Prozent auf 268,5 Mio. €. Die Exportquote betrug 59 Prozent (Vorjahr: 67 Prozent).

Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um 36 Prozent auf 605,1 Mio. € (Vorjahr: 445,9 Mio. €). In unserem Kerngeschäft „Werkzeugmaschinen“ stiegen die Bestellungen um 22 Prozent auf 359,9 Mio. € (Vorjahr: 295,4 Mio. €). Bei den „Industriellen Dienstleistungen“ konnten wir den Auftragseingang um 63 Prozent auf 245,1 Mio. € erhöhen (Vorjahr: 150,4 Mio. €). Die Aufträge aus dem Inland stiegen insgesamt um 19 Prozent auf 223,6 Mio. € (Vorjahr: 187,2 Mio. €). Die Auslandsbestellungen nahmen um 47 Prozent auf 381,5 Mio. € zu (Vorjahr: 258,7 Mio. €). Der Auslandsanteil betrug 63 Prozent (Vorjahr: 58 Prozent). Der Auftragseingang verlief im ersten Quartal plangemäß positiv. Einen wesentlichen Beitrag leisteten die Jahresauftaktveranstaltungen: Die Traditions-Hausausstellung in Pfronten endete im Februar mit einem Rekordergebnis von 530 verkauften Maschinen im Wert von 163,4 Mio. €. Im März verkauften wir auf der METAV in Düsseldorf 181 Maschinen im Wert von 41,5 Mio. €.

Der Auftragsbestand betrug am 31. März 2012 im Konzern 964,5 Mio. € (+41 Prozent zum Vorjahreszeitpunkt). Die Ertragslage des Gildemeister-Konzerns entwickelte sich im ersten Quartal plangemäß: Das EBITDA betrug 28,6 Mio. € (Vorjahr: 17,9 Mio. €), das EBIT belief sich auf 18,8 Mio. € (Vorjahr: 10,4 Mio. €) und das EBT erreichte 15,0 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Der Konzern weist zum 31. März 2012 ein Ergebnis nach Steuern von 10,3 Mio. € aus (Vorjahr: 0,3 Mio. €).

Am 31. März 2012 waren 6.259 Mitarbeiter, davon 177 Auszubildende, bei Gildemeister beschäftigt (31.12.2011: 6.032). Im Vergleich zum Jahresende 2011 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 227. Bei unseren inländischen Gesellschaften arbeiteten 3.607 Mitarbeiter (58 Prozent) und bei den ausländischen 2.652 Mitarbeiter (42 Prozent). Der Personalaufwand betrug 108,8 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 92,9 Mio. €). Die Personalquote lag bei 22,3 Prozent (Vorjahreszeitraum: 22,5 Prozent).

Die Gildemeister-Aktie verzeichnete in den ersten drei Monaten eine positive Entwicklung. Ausgehend von dem Jahresanfangskurs von 10,23 € (02.01.2012) schloss die Aktie zum Ende des ersten Quartals mit 14,69 € (30.03.2012) – ein Plus von 44 Prozent. Derzeit notiert die Aktie bei 14,95 € (07.05.2012).

Ausblick: Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll sich sich im Jahr 2012 insgesamt positiv entwickeln. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer jüngsten Prognose (Stand: April 2012) von einem Wachstum des Weltverbrauchs um 8,8 Prozent auf 67,9 Mrd. € aus.

Gildemeister plant, dass sich die positive Entwicklung im Jahresverlauf 2012 fortsetzt: Die weiterhin gute Entwicklung in den asiatischen Märkten sowie in Osteuropa und Amerika könnte eine mögliche Abschwächung der süd-europäischen Märkte kompensieren. Unsere Kooperation mit Mori Seiki werden wir im laufenden Geschäftsjahr auf alle europäischen Märkte und nachfolgend auf den größten Absatzmarkt China ausweiten. Unsere Kunden profitieren von der Stärkung des europäischen Geschäfts durch die gemeinsame Vertriebs- und Service-Zentrale in der Schweiz. Das Geschäft mit den erneuerbaren Energien richten wir kundenorientiert und auf neue Zielmärkte aus.

Gildemeister bestätigt seine Prognosen für das Jahr 2012: Im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir mit einem Auftragseingang von erstmals über 2 Mrd. €. Auf Basis des aktuellen Geschäftsverlaufs und dem soliden Auftragsbestand planen wir einen Umsatz von über 1,9 Mrd. €. Im Gesamtjahr wollen wir ein EBT von über 100 Mio. € und einen Jahresüberschuss von über 65 Mio. € erzielen. Die Planung 2012 setzt voraus, dass die Marktentwicklung gemäß der aktuellen Prognosen verläuft und die derzeitigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Euroentwicklung stabil bleiben. Aufgrund der positiven Geschäfts- und Ergebnisaussichten planen wir, für das Geschäftsjahr 2012 eine höhere Dividende je Aktie als im Vorjahr zu zahlen.

 

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis. Seid dem Jahr 2000 ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur. Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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