Effiziente Beleuchtung im Gewerbebau

Vor noch nicht allzu langer Zeit hat man sich bei der Frage nach der Effizienz von Gebäuden im Wesentlichen um die Heizkosten gekümmert. Heutzutage ist dies nicht nur unzureichend, sondern gar irreführend. Zu den Zeiten als die Gebäude noch vorwiegend gemauert, oder betoniert wurden, war der Wärmeverlust durch Transmission so groß, dass die Effizienz der Heizung für energetische Betrachtungen am wichtigsten war.

Heute werden neue Gebäude, besonders wenn ein hoher energetischer Standard gewünscht wird, vorzugsweise in Holztafelbauweise errichtet. Die klassischen Bauweisen arbeiten dagegen mit sogenannten Wärmedämmverbundsystemen, um einen ähnlichen Standard zu erreichen. Viele Passivhäuser oder in letzter Zeit die sogenannten Plusenergiehäuser, die mehr Energie produzieren als sie verbrauchen, sind jedoch beispielhaft in der äußerst effizienten Holztafelbauweise errichtet. Bei diesen Gebäuden spielt die geringe Energie die noch für die Heizung benötigt wird eine sehr untergeordnete Rolle. In gleicher Weise wirken sich die Dämmmaßnahmen auch auf die Relevanz der Kühlung bei derartigen Betrachtungen aus. Im Ergebnis führt dies soweit, dass Passivbauten mit einer Gasheizung häufig am wirtschaftlichsten errichtet werden können. Auf eine Kühlung kann bei entsprechender Planung oft verzichtet werden.

Im Gegensatz zur Heizung und Kühlung hat sich die Notwenigkeit der Beleuchtung eines Gewerbebaus nur unwesentlich verändert. Sicher sind durch die Arbeitsplatzrichtlinien auch die natürlichen Belichtungen verbessert worden, andererseits sind die Ansprüche auch durch die vielen Bildschirmarbeitsplätze stets gewachsen. Damit kommt der Qualität der künstlichen Beleuchtung am Arbeitsplatz eine immer höhere Bedeutung zu. Zum einen sind ideale Arbeitsplatzbedingungen zu schaffen um eine hohe Leistung zu ermöglichen und gleichzeitig die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Ideale Arbeitsplatzbedingungen sind, wie wir wissen, wesentlich für die Gesundheit der Mitarbeiter und damit auch für die Wirtschaftlichkeit verantwortlich. Um beste Bedingungen zu gewährleisten sind intelligente Beleuchtungssteuerungen erforderlich. Dabei wird die Beleuchtung individuell für den jeweiligen Arbeitsplatz gesteuert. Die Lichtsteuerung wird idealerweise so eingestellt, dass durch den Mitarbeiter selbst die Feinjustierung vorgenommen und jederzeit auch wieder verändert werden kann. Selbstverständlich wird dabei die Leuchtintensität in Abhängigkeit vom tatsächlich zur Verfügung stehenden Tageslicht automatisch angepasst. Hierfür werden Sensoren an den einzelnen Arbeitsplätzen oder Büros verwendet. Für die Steuerung sind Bus – Systeme bestens geeignet. Wichtig ist bei solchen Maßnahmen die tatsächlichen Verbräuche nach der Installation auch zu überwachen und stets weiter zu optimieren. Mit den verschiedenen Bus–Systemen sind hier individuelle Visualisierungen möglich.

Neben der Lichtsteuerung ist es mindestens genauso wichtig entsprechend effiziente Leuchten einzusetzen. Vorzugsweise seien hier die LED-Leuchten genannt, deren Siegeszug sich weiter fortsetzt. Die Investitionskosten sind für LED -Leuchten noch etwas höher, doch für die meisten Anwendungen rechnet sich die Investition bereits nach wenigen Jahren. Andererseits stehen noch nicht für alle Einsatzbereiche LED-Leuchten, mit entsprechender Effizienz zur Verfügung. Die Effizienz der LED-Leuchten wird sich in den nächsten Jahren weiter verbessern, so dass immer mehr Bereiche mit LED-Leuchten bestückt werden können. Bis 2020 ist mit mehr als einer Verdopplung der Effizienz von diesen Leuchten zu rechnen. Daneben bieten LED-Leuchten eine hohe Farbwiedergabe, was weitere Möglichkeiten zur Optimierung der tageszeit- und nutzungsabhängigen Steuerung der Lichtfarben eröffnet. Mit diesen effizienten Beleuchtungen, werden wir künftig immer mehr Büro- und Gewerbebauten ebenfalls als Passiv- oder Plus-energiegebäude errichten können.

Zum Schluss sei erwähnt, dass ein Beleuchtungskonzept stets im Zusammenhang mit der gesamten Baumaßnahme, sowohl beim Neubau, wie auch bei einer Sanierung zu betrachten ist. Nur einen Teilbereich herauszugreifen, ohne das Gesamtprojekt zu betrachten, wird stets nur zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. Die ganzheitliche Abstimmung aller Bereiche ist entscheidend für die Effizienz und damit den Erfolg einer Baumaßnahme.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.