DIW: Konjunktur zieht 2013 wieder an

DIW: Konjunktur zieht 2013 wieder an Berlin (dapd). Verbesserte Exportmöglichkeiten werden die heimische Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im nächsten Jahr wieder ankurbeln. In der zweiten Jahreshälfte 2012 werde die Eurokrise jedoch noch für eine Konjunkturdelle sorgen. „Der Gegenwind hält zunächst an, Produktion und Auftragseingänge schwächen sich ab, und auch am Arbeitsmarkt hat sich die Lage etwas eingetrübt“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der Herbstprognose des Instituts. „Die Krise im Euroraum belastet die deutsche Wirtschaft doch stärker als bisher angenommen“, sagte Fichtner. Das DIW erwartet demnach für dieses Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent. Im Sommer hatte das Institut noch ein Jahreswachstum von 1,0 Prozent für 2012 prognostiziert. Für 2013 sieht das Institut jedoch bereits ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent. Das ist zwar weniger als die 1,9 Prozent, die das DIW noch im Sommer für nächstes Jahr erwartet hatte. Jedoch wird mit einer Trendwende in der Konjunktur ab dem neuen Jahr gerechnet. Privatkonsum stützt Konjunktur Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland soll laut DIW als Folge der konjunkturellen Eintrübung leicht steigen, von 2,9 Millionen in 2012 auf etwas über drei Millionen in 2013. Dennoch sei die Lage auf dem Arbeitsmarkt relativ stabil, was zu steigenden Löhnen und somit einer erhöhten Kaufkraft in deutschen Haushalten führe. „Der private Konsum wird zunehmend zur Wachstumssäule“, sagte DIW-Deutschlandexperte Simon Junker. Zudem erwartet das DIW, dass ab Mitte nächsten Jahres auch die deutschen Exporte wieder anziehen. Grund dafür seien eine expansive Geldpolitik und Konjunkturpakete in Schwellenländern wie China und Brasilien, die langsam greifen sollen. Die positiven Signale von der Weltwirtschaft würden auch die Unsicherheit bei den Unternehmen verringern, die zuletzt Investitionen zurückgehalten hatten. Auch mittelfristig gebe es eine Tendenz, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt. Fichtner sieht Deutschlands Wirtschaftswachstum auch in den kommenden Jahren bei 1,5 Prozent. Nicht alle Experten sind allerdings so optimistisch wie das DIW, was die konjunkturelle Entwicklung betrifft. Die Commerzbank etwa geht von einem Wachstum von nur 0,5 Prozent sowohl in diesem wie im nächsten Jahr aus. „Die Unternehmen sind zutiefst verunsichert,“ sagte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen der Nachrichtenagentur dapd. „Es hängt sehr viel davon ab, wie es mit der Schuldenkrise weitergeht,“ sagte der Volkswirt. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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