Digitalisierung: Online-Kredite versus Banken

Verbraucher, die dringend Geld für größere Anschaffungen benötigen, machen immer öfter einen Bogen um ihre Hausbank und suchen stattdessen einen Kredit im Internet. Der offensichtlichste Vorteil für diese Vorgehensweise liegt auf der Hand: Die Kreditnehmer in spe brauchen nicht von verschiedenen Banken Angebote einholen und lange Beratungsgespräche führen, sondern können die Offerten auf dem heimischen Bildschirm am PC direkt miteinander vergleichen. Doch das Darlehen via Netz bietet weitere Vorteile für den Kreditnehmer, wie in diesem Artikel zu lesen ist.

Kurze Wege und eine schnelle Entscheidung

Zumindest wenn der Kreditnehmer alle Unterlagen zur Hand hat, erfolgt die Entscheidung über die Kreditvergabe bei einer Online-Bank sehr viel schneller als bei einer Filialbank, in der die Prüfung der Unterlagen einige Tage – wenn nicht sogar Wochen – dauern kann. Dank standardisierter Verfahren zur Prüfung der Kreditwürdigkeit, fällt bei einer Online-Bank die Entscheidung dagegen bereits nach  einigen Stunden.

In besonders dringenden Fällen – also wenn der Kreditnehmer einen Eilkredit beantragt – weiß er in der Regel schon nach wenigen Minuten, ob und wie viel Geld er als Darlehen erhält. Der entsprechende Betrag kann im günstigsten Fall sogar noch am gleichen Tag auf dem Konto des Kreditstellers sein.

Anmerkung dazu: Die Kollegen von kreditmitsofortzusage.net haben uns darauf hingewiesen. dass eine tatsächliche Sofortauszahlung oft mit Zusatzgebühren verbunden ist, eine Standard-Auszahlung aber dennoch binnen weniger Tage oder sogar Stunden realistisch sei.

Schufa-Abfrage? Das muss nicht sein

Für deutsche Verbraucher ist der Online-Kredit insofern besonders vorteilhaft, weil sie damit eine Abfrage und einen Eintrag in der Schufa vermeiden können. Banken mit Sitz in Deutschland sind dazu verpflichtet, eine entsprechende Anfrage zu stellen, bevor sie Darlehen vergeben. Nimmt der Verbraucher ein Angebot an, wird auch der Kredit in der Schufa vermerkt, was für den Kreditnehmer den Spielraum für weitere Kredite, Finanzierungen und Ratenkäufe verringert. Um das zu vermeiden, können die deutschen Verbraucher im Netz bei ausländischen Banken oder Kreditvermittlern ein Darlehen aufnehmen.

Diese verzichten zwar nicht auf eine Bonitätsprüfung, jedoch gibt es in den meisten Ländern keine Einrichtung, die mit der Schufa vergleichbar ist. Die Bonität wird von diesen Anbietern eben auf eine andere Art, beispielsweise über die Gehaltsnachweise, geprüft. Sinn macht diese Alternative vor allem für zwei Gruppen von Kreditnehmern:

 

  • Wenn die Schufa-Auskunft durch Verpflichtungen aus der Vergangenheit so negativ ausfällt, dass sie kein Darlehen erhalten würden.
  • Wenn die Verbraucher ihre Schufa-Akte sauber halten möchten, weil sie in absehbarer Zeit eine größere Investition, etwa den Bau oder Kauf einer Immobilie, geplant haben.

 

Die Konditionen: Meist günstiger

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Konditionen bei Online-Banken oder Kreditvermittlern im Netz oft deutlich günstiger sind als bei einer Filialbank. Der Grund: Online-Banken haben wesentlich geringere Verwaltungskosten, weil sie in der Regel Standard-Finanzprodukte anbieten, auf standardisierte Verfahren zurückgreifen und keine teuren Filialen unterhalten müssen.

Vorsicht vor schwarzen Schafen

Allerdings tummeln sich im Netz auch zahlreiche Betrüger, die im Grunde keinerlei Interesse daran haben, seriöse Kredite zu attraktiven Konditionen zu vermitteln. Diese lassen sich unter anderem daran erkennen, dass sie teils sehr hohe Gebühren verlangen, bevor sie einen Antrag bearbeiten – genau das machen seriöse Anbieter eben nicht. Generell gilt: Schwarze Schafen gibt es bei Kleinkrediten im Interner kaum, bei größeren Online-Darlehen allerdings sehr wohl.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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