Die Mischung zwischen Jung und Alt macht’s

Haben die Entwicklungskurven und Statistiken im Auge - Katja Buschmann und Patrick Kubitza sind die neuen Demographie-Berater des Jobcenters. (Foto: Jobcenter Lippe)
Haben die Entwicklungskurven und Statistiken im Auge – Katja Buschmann und Patrick Kubitza sind die neuen Demographie-Berater des Jobcenters. (Foto: Jobcenter Lippe)

Es ist ein Thema, das Unternehmen und Personalräte schon seit Jahren beschäftigt: Der demographische Wandel auf dem Arbeitsmarkt. Die Gesellschaft wird älter und Fachkräfte werden knapp. Das beobachten auch Arbeitgeber und Betriebe mit Sorge, doch noch zu wenige werden wirklich aktiv.

Damit sich dies ändert, bietet der Arbeitgeberservice des Jobcenters ab sofort den Service einer Demographie-Beratung an. Katja Buschmann und Patrick Kubitza geben lippischen Betrieben und Unternehmen ganz konkrete Tipps, um sich für die Herausforderungen der Zukunft zu wappnen. „Wir sehen uns unter anderem die Altersstruktur, Arbeitsorganisation, Gesundheit und Unternehmenskultur an“, erklärt Buschmann. „Darauf aufbauend können wir zeigen, wie sich die Beschäftigungsstruktur im Betrieb voraussichtlich entwickeln wird und dem Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen an die Hand geben.“

Die beiden Mitarbeiter des Jobcenters Lippe wurden speziell für dieses Beratungsfeld qualifi ziert, um interessierten Betrieben kompetente und praktische Unterstützung leisten zu können.

Ziel ist es, eine gesunde Mischung aus frischem Wind durch junge Mitarbeiter und dem Know-how und der Erfahrung älterer Arbeitskräfte zu erreichen. „Während unserer Beratung schauen wir uns an, wo Potenziale noch nicht ausgeschöpft wurden. Muss das Unternehmen gezielter darauf hinarbeiten, für Arbeitskräfte attraktiv zu sein? Wie hoch ist die Frauenquote? Welche Angebote gibt es für ältere Arbeitnehmer, um sie und ihr Wissen länger im Unternehmen zu halten? Werden Mitarbeiter entsprechend ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten eingesetzt, um ihre Leistungsfähigkeit dauerhaft zu erhalten? Es gibt viele Aspekte, die dabei berücksichtigt werden müssen“, stellt Patrick Kubitza fest. Den Abschluss der Analyse bilden konkrete Handlungsvorschläge und Tipps, das Unternehmen entscheidet, ob und wie diese umgesetzt werden.

Ergebnis der individuellen Analyse der Demographie-Berater könnte in einem größeren Betrieb zum Beispiel sein, über die Einrichtung eines Betriebskindergartens nachzudenken. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist gerade für engagierte Fachkräfte sehr wichtig und damit ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Auswahl potenzieller Arbeitgeber. Eine andere Handlungsempfehlung könnte lauten, mehr in die Gesundheit der Arbeitnehmer zu investieren. „Dass jahrelang angesammelte Erfahrungen im Arbeitsalltag mit keiner noch so qualifizierten Ausbildung zu vergleichen sind, ist bereits vielen Arbeitgebern klar“, erklärt Buschmann. Allerdings gilt es, die Leistungsfähigkeit möglichst lange zu erhalten und krankheitsbedingte Ausfälle möglichst gering zu halten.

Zu diesem Zweck sind vom Arbeitgeber geförderte Gesundheitsprogramme wichtig. Hier können Mitarbeiter lernen, wie sie sich gesund halten und mit den körperlichen oder psychischen Belastungen des Arbeitsalltages so umgehen können, so dass sie noch lange fit für ihren Job bleiben – davon profitieren dann am Ende beide Seiten. Die Demographie- Berater des Jobcenters können bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen helfen, indem sie zum Beispiel den Kontakt zu Institutionen, die Unternehmen im Thema betriebliches Gesundheitsmanagement begleiten, herstellen. Außerdem unterstützen sie die Unternehmen bei der Suche nach Personal, um die Belegschaft im Sinne der Analyse zielführend zu ergänzen.

Dass gerade für kleinere Firmen nicht alle Handlungsempfehlungen umzusetzen sind, ist beiden Beratern klar. Im Zusammenschluss mit anderen Betrieben sei aber auch hier vieles möglich. „Sie dürfen nicht vergessen: Die Kosten und Umsatzeinbußen der Zukunft werden die Unternehmen härter treffen als die Investitionen heute!“, ermutigt Kubitza.

Für weitere Informationen zur Demographie- Beratung sowie Terminvereinbarungen stehen Katja Buschmann (telefonisch unter 05231-4599141 oder unter der Mailadresse katja.buschmann@jobcenter-lippe. de) und Patrick Kubitza (telefonisch unter 05231-4599249 oder unter der Mailadresse patrick.kubitza@jobcenter-lippe. de) zur Verfügung.

www.jobcenter-lippe.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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