Das Recht auf ein abgeschaltetes Handy

Berlin/Dortmund (dapd). SPD, Grüne und Gewerkschaften fordern neue Regeln gegen die ständige Erreichbarkeit von Arbeitnehmern über Handy und Computer. Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer sagte der „Bild“-Zeitung (Mittwochausgabe): „Ich fordere die Bundesregierung auf, neue rechtliche Vorgaben zum Umgang mit psychischen Belastungen, wie eine Anti-Stress-Verordnung, anzugehen“. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig sprach sich dafür aus, die Mitspracherechte der Betriebsräte auszuweiten, um der Erreichbarkeit in der Freizeit Grenzen zu setzen.

„Kein Chef darf eine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit erwarten. Trotzdem tun viele Arbeitgeber das“, sagte sie dem Blatt. „Deshalb wollen wir die Mitbestimmung der Beschäftigten stärken.“ Die Grünen-Sozialexpertin Beate Müller-Gemmeke forderte eine Selbstverpflichtung der Arbeitgeber auf einen verbindlichen „Handy-Codex“. Ver.di-Vorstandsmitglied Lothar Schröder verlangte in den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ ein „Recht auf Nicht-Erreichbarkeit“. Es könne nicht sein, dass Beschäftigten arbeitsrechtlich ein Strick daraus gedreht werde, wenn sie einmal nicht erreichbar seien. Arbeits- und Privatleben verschwömmen als Folge ständiger Erreichbarkeit über Smartphone und E-Mail immer stärker. Der Präsident der Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, wies die Forderungen zurück: „Wir brauchen keine neuen Gesetze, Verordnungen oder vielleicht noch einen Handy-Beauftragten“, sagte er der „Bild“-Zeitung. dapd (Politik/Politik)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.