Das Internet der Zukunft – mit Smartphone statt Laptop?

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Die Zahl der Internetnutzer wächst jedes Jahr: Alleine 2016 ist die Zahl der Internetnutzer in Deutschland laut einer Studie von ARD und ZDF um knapp zwei Millionen Menschen gestiegen. Damit surfen hierzulande 83,8 Prozent der über 14-Jährigen regelmäßig durch das Netz, insgesamt sind das 58 Millionen. Grund dafür ist jedoch nicht die jüngere und internetaffine Generation. Für das Wachstum haben nämlich größtenteils die über 40-Jährigen gesorgt – die Jüngeren blieben weitestgehend auf ihrem ohnehin schon hohen Niveau. Gleichzeitig nutzen alle Altersgruppen immer häufiger ein Mobilgerät, um im Internet zu surfen, und verzichten dafür auf Laptops und Desktop-Rechner.

Weniger geschrumpft als angenommen?

Der Zuwachs bei den Internetnutzern hat zudem das seit Jahren stattfindende Schrumpfen des Computermarkts stark ausgebremst. Im vergangenen Jahr schrumpfte der Markt zwar trotzdem, jedoch nur um 1,5 Prozent anstatt der durch Prognosen erwarteten 3,7 Prozent. Durch diese Entwicklung erlebte vor allem der Markt für Laptops ein Comeback – schließlich konnten weit mehr PCs verkauft werden, als zunächst angenommen wurde. Zu spüren bekamen diesen Trend besonders Online-Elektronikhändler wie beispielsweise Cyberport. Das Unternehmen konnte durch sein Sortiment aus über 1200 Notebooks von Herstellern wie HP, Lenovo und Co. und dem allgemeinen Trend zum Online-Einkauf viele Kunden überzeugen. Dadurch wuchsen die Umsätze trotz des schrumpfenden Marktes.

Marktanteile noch ausgeglichen

Trotzdem laufen die Mobilgeräte den Laptops allmähliche den Rang ab. Denn im Gegensatz zu den PC-Verkaufszahlen steigen die Verkäufe von Smartphones und Tablets kontinuierlich an. Alleine im vergangenen Jahr wurden über 36 Millionen Smartphones und Tablets verkauft – ein Ende des Trends ist vorerst nicht in Sicht. Noch sind die Marktanteile von Smartphones, Laptops, Desktop-PCs und Tablets jedoch relativ ausgeglichen. Zwar surfen 66 Prozent der Bevölkerung auf einem Smartphone durch das Netz – 57 Prozent tun dies jedoch auch noch auf einem Laptop. Demgegenüber gaben 44 Prozent an, auf einem stationären PC zu surfen, während Tablets erst auf einen Anteil von 38 Prozent kommen.

Die meisten Menschen nutzen häufig mehrere Geräte, um durch das Internet zu surfen – so nutzen sie beispielsweise Smartphones und Tablets unterwegs, während zu Hause auf die komfortableren Laptops oder PCs gewechselt wird. Dadurch werden Desktop- und Laptop-PCs auch in Zukunft relevant bleiben. Verschieben wird sich jedoch die Bedeutung der Geräte, denn bleiben die Verkaufszahlen auf einem ähnlichen Niveau, werden die Smartphones zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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