Corporate Design in der Unternehmenskommunikation

©istock.com/scyther5
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Das Corporate Design ist wohl das bekannteste Element der Corporate Identity eines Unternehmens. Gemeint ist damit eine konsistente Unternehmenserscheinung, die einen Wiedererkennungseffekt bei Kunden und Shareholdern erzeugt. Vertrauen in eine Marke zu bilden ist eines der vornehmlichen Ziele. Nur wer vertraut, der bleibt langfristig auch Kunde und Partner.

Die Corporate Identity, also die unverwechselbare Persönlichkeit eines Unternehmens, ist das Herzstück jeder Unternehmenskommunikation. Sie beinhaltet mehrere Faktoren, unter anderem:

  1. Corporate Communication: Hiermit ist zum Beispiel die Art und Weise gemeint, in der mit Kunden, Zulieferern und anderen Unternehmern kommuniziert wird. Werden Kunden geduzt oder gesiezt? Gibt es ein bestimmtes Wording für eigene Inhalte, das beachtet werden muss? Diese Fragen sollten im Leitbild des Unternehmens beantwortet und konsequent befolgt werden.
  2. Corporate Behavior: Eng an die einheitliche Kommunikation geknüpft ist das Verhalten, es geht jedoch noch darüber hinaus. Welche Regeln gelten im Unternehmen? Finden regelmäßig Meetings statt und wenn ja, wie laufen sie ab? Ein Beispiel für Corporate Behavior könnte sein, Reklamationen grundsätzlich ohne Diskussion anzunehmen.
  3. Corporate Design: Wenn sämtliche Kommunikationsmittel und Medien optisch einheitlich gestaltet sind, so spricht man von Corporate Design. Dies bedeutet beispielsweise, überall den gleichen Schrifttypen und die gleichen Farben zu verwenden. Hier sind als Beispiele das Briefpapier, Werbeflyer und -plakate oder Visitenkarten zu nennen, aber auch die Gestaltung der Website und natürlich das Logo.
©istock.com/andresr
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Visuelle Leitlinie

Das Corporate Design ist also in gewisser Weise die visuelle Leitlinie eines Unternehmens. Die oben hierfür aufgeführten Beispiele wie Visitenkarten und Briefpapier sind Anwendungsergebnisse dieser Leitlinie. Schaut man genauer hin, werden die Prinzipien deutlich, die diesen zugrunde liegen. Schrifttyp und Farben wurden bereits genannt. Darüber hinaus spielen noch folgende Elemente eine Rolle:

  • Signets: Nicht nur das Logo fällt hierunter, sondern auch Wortmarken, Bildmarken und Wort-Bild-Marken.
  • Piktogramme: Werden im Unternehmen Symbole verwendet? Wenn ja, wie sind diese gestaltet und welche Information sollen sie transportieren?
  • Gestaltungsraster und Formate: An dieser Stelle ist die Frage entscheidend, ob mit freien Formaten oder mit DIN-Formaten gearbeitet wird. Außerdem sollten Grundlinien- und Typoraster festgelegt werden.
  • Bildkonzeption: Wie sollen Bilder gestaltet sein? Welche Motive werden verwendet? Es macht einen Unterschied, ob beispielsweise der ganze Mensch oder jeweils nur ein Teil (Hand, Auge) auf Fotos zu sehen ist. Und sollen es überhaupt Fotos sein oder passen Illustrationen besser?
  • Material: Welches Papier wird für Werbemittel verwendet, matt oder glänzend? Oder passt es im Einzelfall nicht sogar besser, auf Pappe oder sogar Holz zurückzugreifen?
  • Grafikkonzept: Datengrafiken können auf unterschiedliche Weise dargestellt werden, in Torten- oder Balkenform.
©istock.com/PeopleImages
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Vertrauen in die Marke

All diese Elemente spielen eine Rolle, wenn es darum geht, ein einheitliches Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit, aber auch unter den Mitarbeitern zu erschaffen. Die Wirkung bestimmter Farben und Formen sollte im Vorfeld genau recherchiert und geprüft werden. Nur so kann der gewünschte Effekt, das Vertrauen in die Marke, entstehen.

Weitere Anwendungsbeispiele für das Corporate Design sind Blogs und Profile in sozialen Netzwerken. Je nach Gestaltungsmöglichkeit sollten die oben aufgeführten Elemente dort gezielt zum Einsatz kommen. Analog wären beispielsweise Arbeitsmaterialien wie Ordner und Mappen mit individuellem Design oder die Gestaltung von Türschildern zu nennen.

Wer in allen Bereichen seine visuellen Leitlinien konsequent und konsistent einsetzt, schafft eine hohe Identifikation und auch den gewünschten Wiedererkennungswert. Nur wer sich von anderen unterscheidet, wird auch als etwas Besonderes wahrgenommen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
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