Chancengleichheit und Diversity

Das Thema Chancengleichheit und Diversity beschäftigt die deutsche Gesellschaft bereits geraume Zeit. Viele sogenannte Experten gaben bisher ihre Meinung in Fernsehtalkshows ab. Man kann manchmal den Eindruck gewinnen, dass hier ein Modethema breitgetreten wird. Wie aber auch eine Mode nach einiger Zeit ihre Attraktivität verliert, könnte man die gleiche Zukunft dem Thema Chancengleichheit und Diversity unterstellen.

Was ist nun an dem Thema dran und ist es wirklich nachhaltig? Hier sage ich ganz klar ja und möchte im Folgenden begründen, warum es so ist. Deutschland und natürlich Ostwestfalen Lippe haben große Herausforderungen für die Zukunft.

1. Die Demographie. Wir werden immer weniger Arbeitskräfte in Deutschland haben.

2. Die Globalisierung. Um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, müssen wir als Exportland auf unsere internationalen Kunden besser eingehen.

3. Die soziale und volkswirtschaftliche Verantwortung. Wir wollen unsere Demokratie und unseren Wohlstand weiter sichern.

Von 2010 bis 2030 werden wir in Deutschland 9 Millionen Arbeitskräfte verlieren. Das heißt, jeder vierte Mitarbeiter wird nicht mehr im Unternehmen sein. Ohne gute Fachkräfte werden wir unsere erfolgreiche Wirtschaft und damit auch unseren Wohlstand nicht aufrechterhalten können. Dieser demographischen Herausforderung können wir uns erfolgreich stellen.

Daher müssen wir Frauen in wichtige Positionen der Industrie und Wirtschaft entwickeln. Hier müssen wir die Chancengleichheit erhöhen. Fachkräfte über 50 Jahre sind heute fitter als unsere Großeltern im gleichen Alter waren. Wir müssen ihnen die Chancengleichheit geben, ihre Kraft in den Unternehmen einzusetzen. Denn wir brauchen diese erfahrenen Menschen für unsere Zukunft. Übrigens sind international gemischte Teams aus Jung und Alt, weiblich und männlich zusammen erfolgreicher – je mehr Diversity umso mehr Kreativität. Man betrachtet das Gleiche aus verschiedenen Blickwinkeln, wodurch das Resultat nur besser werden kann. Menschen mit Behinderungen sollten ebenfalls ihre Chancen haben. Die meisten Handicaps sind heute mit technischer Unterstützung zu kompensieren.

Wir benötigen vor allem auch Menschen mit Migrationshintergrund. Deutschland ist einer der Top Weltmarktführer. Unsere Kunden sind primär Ausländer, die unser Gehalt bezahlen und damit auch unseren Wohlstand herbeiführen. Gerade an der Schnittstelle zum internationalen Kunden z.B. aus Russland ist es von großem Vorteil, wenn er von unserem Mitarbeiter betreut wird, der aus Russland stammt. Gleiche Sprache, gleiche Kultur, wenn das mal nicht eine fantastische Brücke ist.
Last but not least haben wir auch eine soziale Verantwortung. Deutschland geht es im weltweiten Vergleich wirklich gut. Wir sollten uns daher verpflichtet sehen, allen Menschen Chancengleichheit zu gewähren, die in unserem Land leben und arbeiten wollen, um den sozialen Frieden auch in Zukunft aufrecht zu halten. Viele dieser Herausforderung nimmt die Initiative für Beschäftigung OWL wahr und ich freue mich, in dieser Organisation einen kleinen Beitrag leisten zu können.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
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