Bwin kein Sponsor mehr vom FC Bayern München

Der Sportwettenanbieter Bwin beendet mit Ablauf der Saison 2014/2015 seine Zusammenarbeit mit dem FC Bayern München. Das hat ein Sprecher des Konzerns gegenüber dem Fußball-Magazin „Kicker“ erklärt. Wie Sportwettentest.net berichtet, begrüßen die Münchener nun stattdessen mit Tipico einen weiteren Sportwettenanbieter in den eigenen Reihen und kassieren dafür Millionen.

Konzerninterne Abwägung Hauptgrund für Entschluss

Als Hauptgrund erklärte man bei Bwin gegenüber dem „Kicker“, dass die Kosten in keinem guten Verhältnis mehr zu dem erzielbaren Nutzen stünden. Im Klartext: Bwin hat durch seine Partnerschaft mit dem FC Bayern gehörig an Bekanntheit zugelegt, musste hierfür aber auch regelmäßig ein stolzes Sümmchen bezahlen. Nun, da, nicht zuletzt auch durch die Fernsehwerbung, viele Menschen den Anbieter kennen, mache es keinen Sinn mehr, eine entsprechend große Summe an die Münchener zu zahlen. Ein Unternehmens-sprecher fasste dies in folgende Worte: „Wir haben daher angesichts der Verhältnis-mäßigkeit des Kosteneinsatzes in Relation zu dem damit zu erzielenden Erfolg beschlossen, mit unserem Marketingbudget zukünftig neue Schwerpunkte zu setzen.“

Tipico tritt anstelle von Bwin in die zweite Reihe

Nachdem Bwin längere Zeit als sogenannter Platin Partner bei den Bayern unter Vertrag stand, nimmt diese Position nun der Sponsor der Ikone Oliver Kahn, namentlich Tipico, ein. Der Sportwettenanbieter mit Sitz in Malta ist als führendes Sportwetten-Unternehmen in Deutschland noch bekannter als Bwin und wird den Bayern voraussichtlich ca. 5,5 Millionen Euro zusätzlich pro Saison in die Vereinskasse spülen. Neben Platin Partnern gibt es beim FC Bayern München noch Hauptpartner und Classic Partner. Dies verdeutlicht die nachstehende Tabelle:

Classic Partner Platin Partner Hauptpartner
Adelholzener, Bayern 3, Coca Cola Zero, Flyeralarm, Giorgio Armani, Henkel, Hublot, MAN, Philips, Samsung, Schöller, Schaeffler, Siemens, SPG, Thomas Sabo, Trentino DHL, HypoVereinsbank, Paulaner, SAP, Yingli Telekom, Audi, Adidas, Allianz

Gleichzeitig soll Tipico aber auch den Kontrakt mit zahlreichen anderen Vereinen beenden. Derzeit besteht eine Partnerschaft unter anderem mit dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV. Der frische Deal mit den Bayern soll zumindest bis zum Jahre 2019 bestehen bleiben.

Intention von Tipico ist Etablierung auf internationalem Markt

Was Tipico zu dem Schritt bewogen hat, den FC Bayern zu unterstützen, ist nicht vollständig klar. Bisher erscheint es am plausibelsten, dass der Anbieter anstrebt, international besser Fuß zu fassen. Tipico zählt zwar in Deutschland zu einem der beliebtesten Sportwetten-Anbieter, ist aber in anderen Ländern noch nicht so am Markt positioniert, als dass von einem überwiegenden Anteil gesprochen werden könnte. Der FC Bayern München ist als Vertragspartner besonders attraktiv, denn der Verein konnte unter anderem schon folgende Erfolge verbuchen:

  • 24 Mal Deutscher Meister
  • 17 Mal DFB-Pokalsieger
  • 2 Mal UEFA Champions League Sieger

Das Geschäft könnte sich deshalb für Tipico nicht nur wegen der überragenden internationalen Präsenz als sehr lukrativ herausstellen, sondern auch vor dem Hintergrund, dass die Sportwetten-Branche in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt hat. Aus Marketing-Sicht handelt es sich schlicht um eine klassische Reichweitensteigerung und die Erschließung neuer Zielgruppen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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