Bruegel-Vizedirektor Wolff wirbt für starkes Euro-Budget

Bruegel-Vizedirektor Wolff wirbt für starkes Euro-Budget Brüssel (dapd). Die Eurozone braucht nach Einschätzung von Bruegel-Vizedirektor Guntram Wolff ein starkes Eigenbudget, „um bei Konjunkturschocks politische und soziale Katastrophen zu verhindern“. „Die Rückschläge können so groß werden, dass Länder aus dem Markt getrieben werden und sich selbst nicht mehr helfen können“, sagte der Schuldenexperte des renommierten Brüsseler Thinktanks am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Der neue Topf für die 17 Euroländer gehört zu den Vorschlägen von Ratschef Herman Van Rompuy, die auf dem EU-Gipfel am Donnerstag verhandelt werden. Zwei Geldquellen hält Wolff für notwendig: Zum einen müsse die Haushaltseinrichtung Schulden aufnehmen dürfen. Zum zweiten müssten Länder einzahlen, die konjunkturell gut dastehen. Auf lange Sicht würden sich die Transferzahlungen neutralisieren. „In den Jahren 2004 bis 2006 hätten die Spanier für Deutschland eingezahlt“, erläutert er. „Wir sollten uns auch nichts in die Tasche lügen: Bei der Griechenland-Rettung sind schon Transferleistungen geflossen. Ohne sie geht es nicht.“ Bei der Rettung Athens rechnet Wolff mit einem Schuldenerlass der öffentlichen Gläubiger – also der Euro-Länder – nach der Bundestagswahl. Bis dahin werde man „hier oder dort noch ein Pflaster drauf kleben“, damit die Naht nicht platze. Nach der Wahl werde dann der Schnitt kommen. „Daran kommen wir nicht vorbei, weil nicht mehr viele Schulden in der Hand von Investoren liegen.“ © 2012 AP. All rights reserved (Politik/Wirtschaft)

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.