Bond, die neuen Beistellmöbel „to go“, Design: Aust & Amelung

In seiner besonderen Kombination aus Holzplatten und Stahlstangen ist Bond aufs Minimum reduziert.
Bond heißt die Beistellmöbel-Serie des Designduos Aust & Amelung, weil sie alles verbindet. Auf dem Foto zu sehen sind das Designerpaar Miriam Aust & Sebastian Amelung sowie ein Bond-Möbelstück (Modellversion mobiler Beistelltisch) (Foto: Aust & Amelung)

Rheda-Wiedenbrück. Einen mobilen, funktionalen Trolley im Sinn, hat das Designerduo Aust & Amelung mit Bond gleich eine ganze Familie filigraner Peripheriemöbel entwickelt. In der neuen COR Lab Kollektion funktionieren sie wie Bindeglieder, die mit allen Möbelstücken kombinierbar sind.

„Die Formensprache von Bond ist grafisch und erinnert in ihrer Linienführung an schlichte Icons“, sagt Miriam Aust, die mit ihrem Lebens- und Arbeitspartner Sebastian Amelung seit sechs Jahren das gemeinsame Designstudio in Kassel führt. „Unter funktionalen Aspekten hat uns die Idee eines fahrbaren Trolleys inspiriert.“ Unter diesen Vorzeichen haben sie einen rollbaren Servicewagen, einen höhenverstellbaren Einzelarbeitstisch, einen runden zierlichen Beistelltisch und einen tieferen Coffetable entworfen.

Mit ihrem Entwurf übertragen die Gestalter den Trolley als nützliches Tool aus der Welt des Reisens in die Welt des Wohnens und Arbeitens: „Mobilität prägt den Zeitgeist, wir entscheiden heute flexibel, wo wir sitzen, kommunizieren, arbeiten oder zusammenkommen“, ergänzt Sebastian Amelung. Und so funktionieren die neuen Peripheriemöbel ähnlich wie Satelliten auf einer Umlaufbahn. Beide Gestalter sind dafür bekannt, puristisch und systematisch zu arbeiten, aber auch mit originellen Ideen zu überraschen. „Dieses spielerische Element hat uns gereizt, weil es dem Kreis der jungen Designteams eine weitere Facette hinzufügt“, erinnert sich Uwe Fischer, dem das COR-Lab wesentliche Impulse verdankt.

In der ersten Entwurfsphase wurde der Prototyp in der eigenen Werkstatt im Kasseler Studio gefertigt; auch als Inspiration für die Entwicklung weiterer Modellvarianten. Alle der vier daraus hervorgegangenen Einzelmöbel basieren auf filigranen Stahlrohrkonstruktionen mit Griffen, Rollen oder festen Standbeinen, wobei die Unterkonstruktionen die antennenähnlichen Griffe formal aufnehmen. Je nach Funktion des Möbels wird dann ein Tablett, eine Arbeitsfläche oder eine Tischplatte (Kreis und Oval) dem konstruktiven Grundgerüst eingepasst.

Ausgeführt werden diese additiven Elemente als fein verarbeitete MDF-Platten, lackiert oder furniert. Ledereinlagen, Flaschenablagen oder Inneneinteilungen kommen hinzu, die farbliche Gestaltung erlaubt jede Individualisierung nach RAL- oder Sonderfarben. „Weniger ist mehr, gestalterisch aber die größte Herausforderung“, so charakterisieren die Gestalter ihren Gesamtansatz, der sie auf Anhieb für die Designphilosophie des Herstellers begeistert hat.

Offen für neue Verbindungen

Als Designpartner im COR Lab haben Aust & Amelung ihre Entwürfe primär auf die flexible Möblierung kollaborativer Zonen und den Workspace ausgerichtet, doch (wie bei jedem Experiment) nicht ohne Begleitfolgen. „Auch im Wohnbereich verlangen Sitzmöbel, Sofas, Bänke, Sessel und Stühle nach einer attraktiven Peripherie, die je nach Funktion dazugestellt oder umgruppiert werden kann. Dazu Leo Lübke: „Erlaubt ist, was gefällt. Bond-Modelle lassen sich mit unserem Designklassiker Conseta ebenso gut kombinieren wie mit Pauline Deltours innovativen Sofaentwurf Floater.“ Damit erinnert er an eine der wesentlichen „Laborbedingungen“: Grenzen zu überschreiten und nicht in definierten Räumen, sondern in flexiblen Zonen zu denken, die jeder Mensch nach seinem situativen Bedürfnis einrichten und nutzen kann.

Als einer von sechs Entwürfen gehört „Bond“ zum Projekt COR Lab.(www.cor.de/lab) In Auftrag gegeben bzw. produziert von COR Sitzmöbel.

www.aust-amelung.com

 

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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