Betriebsrat und Gewerkschaft hoffen auf Wende bei Opel

Betriebsrat und Gewerkschaft hoffen auf Wende bei Opel Bochum (dapd-nrw). Nach dem Rücktritt von Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gibt es in Nordrhein-Westfalen Forderungen nach einer Strategiewende des angeschlagenen Autoherstellers. „Wir brauchen dringend eine Öffnung der außereuropäischen Märkte und eine neue Modelloffensive“, sagte am Freitag der Betriebsratsvorsitzende des 2017 von Schließung bedrohten Bochumer Opel-Werks, Rainer Einenkel. Eine erneute Diskussion über Werkschließungen würde Belegschaften und Autokunden weiter verunsichern und hätte nachweisbar einen nicht reparablen Imageschaden für die Marke Opel zur Folge, warnte Einenkel. Entscheidend für die Beschäftigten des Autoherstellers sei nun, dass der „dringend notwendige Wachstumskurs“ umgesetzt werde und „keine Kahlschlagpolitik“ erfolge. Die Bochumer Werksleitung äußerte sich zu Strackes Rücktritt und den möglichen Folgen für die Zukunft des Werks zurückhaltend. „Wir müssen die weiteren Verhandlungen abwarten und wollen nicht über Spekulationen reden“, sagte Opel-Sprecher Alexander Bazio. Die IG Metall in NRW betonte, auch unter einem neuen Vorstand blieben Sicherheit und Perspektiven für alle Standorte und Arbeitsplätze oberstes Ziel. Die mit dem Vorstand ausgehandelten Verträge hätten weiter Gültigkeit, sagte Gewerkschaftssprecher Wolfgang Nettelstroth. Die IG Metall erwarte vom Vorstand, die Marke Opel weiterzuentwickeln. Der mit Stracke verhandelte Sanierungsplan sieht eine Beschäftigungsgarantie für die bundesweit rund 20.800 Opelaner bis 2016 vor. Für Stracke, der am Donnerstag zurückgetreten war, übernimmt vorläufig GM-Strategiechef Steve Girsky das Ruder, der auch den Opel-Aufsichtsrat leitet. Als aussichtsreicher Kandidat für den Chefposten gelte Opel-Strategievorstand Thomas Sedran, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Weiteren Berichten zufolge litt Opel in Deutschland zuletzt unter einem dramatisch Absatzrückgang. Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Firmenkreise schrumpften die Verkäufe im ersten Halbjahr um rund acht Prozent. Am 2. August legt die amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) die Zahlen für das erste Halbjahr vor. Angesichts der Verkaufsschwäche habe GM nicht mehr daran geglaubt, mit Stracke an der Spitze des Unternehmens die Wende zu schaffen, meldete das Blatt weiter. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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