Automobilzulieferer Behr-Hella setzt auf mobile 2D-Code-Erfassung in Lager und Kommissionierung

Beim Automobilhersteller Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) sorgen mobile Datenerfassungsterminals für Transparenz und Sicherheit in den Logistikprozessen. (Foto: Fotos: Behr-Hella Thermocontrol GmbH (BHTC))
Beim Automobilhersteller Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) sorgen mobile Datenerfassungsterminals für Transparenz und Sicherheit in den Logistikprozessen. (Foto: Fotos: Behr-Hella Thermocontrol GmbH (BHTC))

Um die Transparenz seiner logistischen Prozesse zu verbessern, setzt Automobilzulieferer Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) auf zweidimensionale Codes und Handheld PCs. Bei der Auswahl der Hardware und der Integration der Lösung vertraut Behr-Hella auf das Know-how des Auto-ID-Spezialisten AISCI Ident.

Als einer der weltweit führenden Hersteller von Bedien- und Steuergeräten für die Fahrzeugklimatisierung muss Behr-Hella Thermocontrol (BHTC) der Dynamik der Automobilbranche und auch besonderen Kundenwünschen gerecht werden. Voraussetzungen hierfür sind exakte und aktuelle Einblicke in die logistischen Prozesse der weltweit sechs Standorte. Um dies zu gewährleisten, setzt Behr-Hella auf die mobile Erfassung seiner Erzeugnisse.

Erhöhung der Transparenz und Sicherheit der Buchung

Aktuell sorgen 26 mobile Datenerfassungsterminals vom Typ Datalogic Falcon X3 mit 2D-Imager bei Behr-Hella für Transparenz und Sicherheit. „Seit Einführung der MDE- Geräte erhalten wir einen sehr viel genaueren Überblick über unsere Logistik- und Buchungsströme“, erklärt Burkhard Vitt, Leiter operative Logistik bei BHTC. „Denn wenn in einem internationalen Produktionsverbund wichtige Teile fehlen oder wir nicht genau wissen, wo beziehungsweise in welcher Stückzahl diese verfügbar sind, ist das natürlich ein Problem.“ Aus diesem Grund bilde man heute sehr viele Abläufe mit den MDE-Geräten ab.

Behr-Hella plant, die Lösung in die Werke weltweit auszurollen. Hierfür sei es von großem Vorteil, dass man mit Datalogic einen Hersteller gefunden hat, der einen weltweiten Service seiner Geräte anbieten kann. In China zum Beispiel ist die Lösung heute bereits im Einsatz. Und auch an anderen Standorten wie den USA, Indien oder Bulgarien könnte zukünftig Bedarf bestehen. „Über die Remote-Funktion können die Mitarbeiter der EDV-Abteilung von Behr-Hella in Deutschland direkt auf die MDE- Geräte in China zugreifen“, erklärt Timo Kohlmeier, Projektleiter auf Seiten von AISCI Ident. „So lassen sich zum Beispiel Bedienungsfehler sehr viel leichter fest- und damit abstellen.“ Und auch weitere Folgeprojekte gemeinsam mit AISCI wie etwa eine Modernisierung und Optimierung der derzeit eingesetzten Staplerterminals seien zum jetzigen Zeitpunkt bereits konkret angedacht.

MDE-Terminals und Handscanner für Einlagerungsprozesse im Einsatz

Die seit 2011 umgesetzte Lösung ist über eine Schnittstelle direkt in das SAP-System von Behr-Hella integriert. „Wir verfolgen damit eine Null-Fehler-Strategie, die im Automotive-Sektor von Seiten unserer Kunden zunehmend eingefordert wird“, sagt Behr-Hella-Projektleiter Vitt. Und auch weitere Anforderungen für die Automobilindustrie wie etwa die Unterstützung des GTL-Standards können so erfüllt werden. Das Global Transport Label (GTL), ein Etikett oder eine Einsteckkarte auf Basis der Norm ISO 15394, ist der physische Informationsträger am Packstück. Es ist abgestimmt auf die elektronische Datenkommunikation und beinhaltet neben Text für die manuelle Verarbeitung auch einen Datamatrix-Code für die automatische Erfassung per 2D-Scanner. Der GTL-Standard wurde eingeführt, um die hohe Anzahl an unterschiedlichen Kennzeichnungen in der globalen Automobilindustrie zu vereinheitlichen und um daraus resultierende Versandfehler zu minimieren.

Ergänzend zu den Falcon-Geräten setzt Behr-Hella an 25 stationären Arbeitsplätzen kabellose Handscanner vom Typ Datalogic Gryphon Mobile ein. Insbesondere die sogenannten SMD-Bauteile (oberflächenmontierte Bauelemente) in der Automobilindustrie werden so gescannt. „Bei Behr-Hella haben wir uns für diese Aufteilung der Verbuchung aufgrund der unterschiedlichen Größe der Bauteile entschieden“, erklärt AISCI-Projektleiter Kohlmeier. „Die Handscanner erfassen die eher kleineren Bauteile direkt am Wareneingangstisch, während die Falcon-Terminals für die Einlagerungsprozesse derjenigen Bauteile eingesetzt werden, die mit einem Transportfahrzeug angeliefert werden und nicht direkt zu einem PC-Arbeitsplatz gebracht werden können.“ In beiden Fällen werden die Daten direkt in das SAP- System übergeben.

www.aisci.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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