Architektur als Ausdruck der Firmenphilosophie

Gewerbe- und Industrieparks an den Ausfallstraßen der Städte und am Rande der Ballungszentren gleichen traditionell architektonischen Wüstenlandschaften. Seit einigen Jahren aber hat ein Bewusstseinswandel eingesetzt: Die Ansprüche von Investoren und gewerblichen Bauherren an die Architektur-Qualität ihres Firmensitzes, ihrer Werk- oder Verkaufshalle sind deutlich gestiegen.

Wurden Bauten für Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe früher oft als notwendige Gebäudehülle nach rein wirtschaftlichen Kriterien errichtet, spielen heute zunehmend auch gestalterische Ansprüche eine wichtige Rolle. Unternehmen nutzen die Möglichkeit, ihr Bauwerk zum Ausdruck ihrer Firmenphilosophie zu machen.

Am deutlichsten ist dieser Prozess zweifellos an den KfZ-Produktionsstätten abzulesen, die sich in der zurück liegenden Dekade bundesweit in Erlebniswelten mit hohem emotionalen Wert gewandelt haben. Ob in Wolfsburg, Stuttgart oder München: Aus großflächigen Wellblech-Werkshallen sind gläserne Autowelten geworden, die aus dem früher lästigen Transfer eines Fahrzeugs ein aufregendes Architektur-Erlebnis machen.

Produktionsstätten, Logistikzentren, Lagerhäuser, Handelsarchitektur – für alle wirtschaftlichen Bereiche von der Industrieproduktion bis zum Dienstleistungszentrum sind in den vergangenen Jahren in Nordrhein-Westfalen neue Bauwerke entstanden, die ein hohes Maß an gestalterischer und städtebaulicher Qualität aufweisen. Sie zeigen, dass qualitätvolle Architektur und kostenbewusstes Bauen kein Widerspruch sind. Ökologische Verträglichkeit und soziale Qualitäten sind auch für gewerbliche Bauten wichtige und richtige Anforderungen.
 
Architektinnen und Architekten sind dabei von Anfang an Partner für Bauherren und Investoren: Sie helfen schon in einem frühen Stadium der Projektentwicklung dabei, Unternehmensziele klar zu definieren und für die Kernaussagen eine angemessene bauliche Umsetzung zu kreieren. Dabei geht es nicht allein um das äußere Erscheinungsbild, um Form, Material und Farbe der Fassade: die Funktionalität des Gebäudes, die Qualität der Arbeitsplätze und die Architektursprache müssen im Zusammenspiel eine Aussage ergeben, die sich ohne weitere Erläuterung für Nutzer und Gäste des Gebäudes, für Kunden und Passanten erschließt.

Architektur wird damit nicht nur zu einem integralen Bestandteil des Corporate Design eines Unternehmens, sondern Teil der gesamten Firmenphilosophie, der Corporate Identity. Und damit ein wertvoller Baustein für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung des Unternehmens.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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