Allianz startet mit Gewinnsprung ins Jahr

München (dapd). Der Versicherungskonzern Allianz hat zu Jahresbeginn sein Ergebnis deutlich gesteigert. Das Unternehmen erhöhte seinen Überschuss im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um knapp 60 Prozent auf mehr als 1,4 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Michael Diekmann auf der Hauptversammlung am Mittwoch in der Münchner Olympiahalle mitteilte. Im vergangenen Jahr hatten die Naturkatastrophen in Japan und Neuseeland den Überschuss stark verringert.

Der Umsatz legte leicht zu von 29,9 auf mehr als 30 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um rund 40 Prozent auf über 2,3 Milliarden Euro. Diekmann sagte: „Wir sind damit auf Kurs, unser Ziel für 2012 zu erreichen.“ Alle Geschäftssegmente hätten zu dem guten Start beigetragen.

Mitglieder der Hilfsorganisation Oxfam demonstrierten vor der Olympiahalle gegen Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Sie hielten ein Plakat mit der Aufschrift „Mit Essen spielt man nicht“ hoch und verteilten an die Aktionäre Handzettel. Nach einer Oxfam-Studie ist kein anderes deutsches Finanzinstitut so stark bei Nahrungsmitteln investiert wie die Allianz.

„Geschätzte 6,242 Milliarden Euro legte die Allianz im Jahr 2011 in fünf Fonds direkt oder indirekt in Agrarrohstoffen an“, erklärte die Organisation. Die Allianz wies die Vorwürfe zurück. Die steigenden Preise von Nahrungsmitteln seien vielmehr auf das Bevölkerungswachstum, eine stärkere Nachfrage, den Klimawandel und auf Korruption zurückzuführen.

Zu Beginn der Hauptversammlung dankte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme dem scheidenden Chefkontrolleur Henning Schulte-Noelle für seine Arbeit für die Allianz. Der 69-Jährige tritt aus Altersgründen von seinem Amt zurück. Er arbeitete mehr als 37 Jahre für den Konzern, war ab 1991 Vorstandschef, bevor er 2003 Aufsichtsratschef wurde.

Cromme sprach von einem „sehr stolzen Lebenswerk“. Er habe die Allianz in einer Zeit politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen geleitet. So sei er unter anderem für den Aufbau des Versicherungsgeschäfts in den neuen Bundesländern verantwortlich gewesen. „Auch wenn die Übernahme der Dresdner Bank aus heutiger Sicht unglücklich war, war sie zum damaligen Zeitpunkt richtig“, sagte Cromme. Schulte-Noelle dankte mit den Worten: „Herr Cromme hat bei der Würdigung sehr großzügig übertrieben, aber ich habe sehr gerne zugehört.“

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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