70 Steuerberater zu Gast bei der Volksbank Bielefeld-Gütersloh

Informierten die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: (v.l.) Thomas Sterthoff (Vorstandsvorsitzender Volksbank Bielefeld-Gütersloh), Patrick Mohm (Dozent Fachhochschule Koblenz), Hedwig Holkenbrink (Investmentdirektorin VR-Equitypartner) und Ralf Reckmeyer (Leiter Firmenkunden Volksbank) (Foto: Volksbank)

Gütersloh. Informationen zur richtigen Unternehmensnachfolge und betrieblichen Altersvorsorge dürfen im Angebotsportfolio eines Steuerberaters wie auch eines Bankbetreuers nicht fehlen. Um die aktuellen Fragen der Branche zu diskutieren, fand jetzt in der Gütersloher Volksbank-Zentrale ein Steuerberater-Frühstück statt. Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh hatte Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus dem Kreis Gütersloh und der Stadt Bielefeld eingeladen, um ihnen Chancen und Risiken betrieblicher Versorgungs- und Vergütungssysteme für Firmenkunden näher zu bringen.

„Als starker Partner der heimischen Wirtschaft möchten wir mit dem heutigen Angebot ganz speziell Sie ansprechen“, begrüßte Vorstandsvorsitzender Thomas Sterthoff die rund 70 Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, „denn Sie sind vielfach auch bei Ihren Klienten in die Thematik der Unternehmensnachfolge und betrieblichen Altersvorsorge mit eingebunden – und zudem als Arbeitgeber vielleicht auch selbst von der Thematik betroffen.“

Unternehmensnachfolge frühzeitig klären

Hedwig Holkenbrink, Investmentdirektorin der VR-Equitypartner, machte den Gästen deutlich, wie wichtig die frühzeitige Klärung einer Unternehmensnachfolge ist und nannte einige Erfolgsbeispiele. Wichtiger Aspekt für eine gelungene Unternehmensnachfolge ist laut Holkenbrink die Einbindung des Volksbank-Partners bevor die Suche nach einem Nachfolger beginnt.

Pflicht des Arbeitgebers

Patrick Mohm, Dozent an den Fachhochschulen Koblenz und Schmalkalden sowie als Referent für private und öffentliche Bildungsträger, präsentierte in seinem Vortrag die Chancen und Risiken betrieblicher Versorgungs- und Vergütungssysteme für Firmenkunden. „Dennoch hat bundesweit nur 10 Prozent des systematischen Mittelstandes entsprechende Verträge abgeschlossen. In Großbritannien oder den Niederlanden sind es über 90 Prozent“, weiß der Experte. Dort, wo es entsprechende Regelungen in Deutschland gebe, lauerten Fallstricke – etwa in speziellen Vereinbarungen in bestimmten Branchentarifverträgen. So gelte für Metall-Arbeitnehmer eine bestimmte Metallrente. Außerdem müssen Arbeitnehmer generell über die Möglichkeit einer solchen betrieblichen Vorsorge zumindestens informiert werden, zählt Mohm eine Pflicht der Arbeitgeber auf.

Aussage vieler Unternehmer: „Darum kümmert sich mein Steuerberater“
Mohms Vortrag war gespickt mit aktuellen Gerichtsurteilen und praktischen Tipps zu Gestaltung und Umsetzung mit Klienten. Inhaltlich legte er den Schwerpunkt auf die betriebliche Altersvorsorge, ihre sichere Implementierung und Abwicklung für Unternehmen und Berater. „Bei vielen Unternehmen besteht großer Handlungsbedarf. Die Komplexität, in der sich diese Regelungsthematik abspielt, ist sogar für Steuerberater eine Herausforderung und nicht Tagesgeschäft“, so der Hochschuldozent. Mitarbeiter von Versorgungssystemen hören jedoch immer wieder von unsicheren Unternehmern die Aussage: „Darum kümmert sich mein Steuerberater.“ Laut dem Experten sind die Steuerberater daher für viele Unternehmer der „Haupt-Ansprechpartner, wenn man nicht mehr weiß, wohin“. Mohm weiter: „Die Vertrauensbasis, die ein Bankbetreuer oder Steuerberater genießt und das „sich-drauf-verlassen-können“, dass die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei diesen Partnern in guten Händen ist, lässt jeden Chef ruhig schlafen.“

Vom Austausch profitieren alle Beteiligte

Zum Ende des informativen Vormittages dankte Firmenkunden-Leiter Ralf Reckmeyer den Referenten und zog ein Resümee: „Im Zusammenspiel Unternehmer, Steuerberater und Volksbank gibt es zahlreiche Schnittstellen. Um Abläufe zu optimieren und die Beratungsqualität zu verbessern, sind regelmäßiger Kontakt und Austausch für eine effektive Zusammenarbeit unerlässlich. Denn von einer vertrauensvollen Kooperation können letztendlich alle Beteiligte profitieren.“

www.volksbank-bi-gt.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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