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Konfliktmoderation

23. Dezember 2011 | Von abeuke | Kategorie: Jahrgang 2012, Januar 2012, WiR Magazin

Konflikte entstehen immer und überall, keiner möchte sie und trotzdem, sobald Menschen in Beziehung zueinander treten, entstehen sie.

Am Arbeitsplatz entstehen häufig Disharmonien:

- über mögliche Vorgehensweisen ist keine Einigung zu erzielen, es kommt zu Spannungen und  Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten.
- unterschiedliche Einstellungen zur Arbeit, mangelnde Leistungsbereitschaft, lasche Dienstauffassung und  Desinteresse führen zur Krisenstimmung im Team.
- ungleiche Belastungen am Arbeitsplatz führen zu Auseinandersetzungen, weil die stärker belasteten Kollegen nicht einsehen, die Arbeit für die weniger belasteten Kollegen mit übernehmen zu sollen.

Wie diese Beispiele zeigen, gibt es eine Vielzahl von Konflikten und eine Vielzahl von Konfliktursachen. Es ist also etwas „Normales“, denn wo Menschen aufeinander treffen oder zusammenarbeiten, sind Differenzen praktisch vorprogrammiert.

Eine Checkliste zur Konfliktbwältigung finden hier als PDF: Checkliste

Konflikte entstehen, wenn verschieden gerichtete, häufig gegensätzliche Bedürfnisse, Interessen, Motive, Meinungen und Einstellungen oder  auch Verhaltensweisen aufeinander treffen.
Obwohl Konflikte also alltäglich sind, fällt es Menschen schwer, die Konfliktsituation richtig zu handhaben. So lässt sich oft beobachten, dass Vorgesetzte und Mitarbeiter unangemessen in Krisensituationen reagieren. In Situationen, wo die Befriedigung eigener Interessen und Bedürfnisse durch die Interessen anderer bedroht und gefährdet erscheint, geraten die Beteiligten schnell in heftige Erregung. Folgende unangemessene Reaktion ist vielfach festzustellen:

Aggression:  Beleidigung, Beschimpfung, Polemik oder auch Übergriffigkeit verschärfen die Konfliktsituation.
Isolation: Abbruch der Kommunikation oder Beziehung, der Einzelgang führt zum Eigenbrötler, zur  Verbitterung und Einsamkeit.
Negation: Schlechte Erfahrungen und bittere Enttäuschungen, diese Menschen neigen dazu, alles nur noch negativ zu betrachten und zu bewerten. Vom ewigen
Nörgler zum Griesgram, mit dem will auf Dauer niemand etwas zu schaffen haben.
Krankheit: Unangemessene oder auch unbewusste Auseinandersetzungen belasten. Dem Konflikt entzieht man sich durch eine tatsächliche oder eingebildete Krankheit.

Wer die Austragung scheut, muss mit Magengeschwüren, Herzbeschwerden etc. rechnen. Alkoholkonsum, Drogen und weitere persönliche Schädigungen sind zu beobachten.

Unangemessenes Verhalten schädigt die Interessen aller Beteiligten
Um Konflikte nicht zu peinlichen Zwischenfällen des menschlichen Miteinander eskalieren zu lassen, möchte Volker Meyer, Consultant der personalmeyer Human Resources Management in Detmold
Beispiele für ein angemessenes Verhalten in Konfliktsituationen aufzeigen. Meyer hält in der Regel alle Konflikte  für lösbar, wenn die Konfliktpartner sich um eine kooperative und angemessene Konfliktbewältigung bemühen. Wichtig sind dabei vor allem folgende Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang mit Konflikten:

- Konflikte sollen offen zur Sprache gebracht werden. Es ist nicht hilfreich, bestehende Gegensätzlichkeiten auf Dauer zu überspielen oder zu unterdrücken.
- Weder aggressive Rücksichtslosigkeit noch ängstliches Kuschen sind geeignete Verhaltensweisen, um Konflikte zu bewältigen.
- Es kommt darauf an, die Motive und Interessen des Konfliktpartners zu begreifen und ihm die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen offen mitzuteilen.
- Sachlichkeit und Ruhe fördern die Entschärfung von Konfliktsituationen.
- In Konfliktsituationen auf verbale oder nonverbale Angriffe gelassen – notfalls aber auch bestimmt – reagieren.
- Die Konfliktpartner sollen ihren Konflikt als gemeinsame Herausforderung auffassen, die letztlich auch nur gemeinsam zu bewältigen ist.
- Die gemeinsame Suche nach akzeptablen Lösungen kann eine Basis für die Bewältigung des anstehenden Konfliktes sein.
- Die Konfliktregelung sollte nicht nach dem Prinzip „Sieg oder Niederlage“ erfolgen sondern nach Möglichkeit eine Regelung in Einvernehmlichkeit ohne Verlierer oder Niederlage sein.

Angemessenes Verhalten und Vorgehensweise führen zu Lösungen

Fragen die Sie zu einem kooperativen Verhalten führen:
Wo genau liegen die Probleme oder Gegensätzlichkeiten?
Welche Motive, Bedürfnisse und Interessen liegen dem Konflikt zugrunde?
Welche Lösungen gibt es für die Konfliktbewältigung?
Was spricht für beziehungsweise gegen die einzelnen Lösungen?
Wie sieht die beste Lösung aus?
Wie wird die vereinbarte Lösung in die Praxis umgesetzt?

Anhand dieser Ausführungen haben Sie wertvolle Grundlagenkenntnisse für eine erfolgreiche Kommunikation erhalten. Seminartermine finden Sie unter: www.personalmeyer.de

Bildtext: Volker Meyer, Inhaber personalmeyer Human Resources Management & Consulting. (Foto: Privat)

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Ein Kommentar
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  1. Guten Tag, den Beitrag habe ich soeben gelesen und Anregungen “zu hauf ” bekommen. Vielen Dank P.S. bitte veröffentlichen Sie häufiger Arbeitshilfen. Mit besten Grüßen Dietmar V.

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