1.506 Nachwuchskräfte haben Meisterprüfung bestanden

Malermeister Marc Mildeweith aus Reken ist einer von 1.506 Jungmeisterinnen und -meistern, die auf der Meisterfeier am Sonntag ihren Meisterbrief in Empfang nehmen. (Foto: HWK Münster)
Malermeister Marc Mildeweith aus Reken ist einer von 1.506 Jungmeisterinnen und -meistern, die auf der Meisterfeier am Sonntag ihren Meisterbrief in Empfang nahmen. (Foto: HWK Münster)

„Der Meisterbrief ist Qualitätssiegel für die Leistungen des Handwerks und Garant für die Ausbildung.“ Das hat Kammerpräsident Hans Hund mit Blick auf die Meisterfeier der Handwerkskammer Münster am Sonntag (4. September) betont.

95 Prozent aller rund 15.000 Lehrlinge im Kammerbezirk Münster werden von Handwerksbetrieben mit Meisterpflicht ausgebildet, informiert die Kammer in einer Pressemitteilung. Auf 100 meisterpflichtige Betriebe kommen 77 Handwerkslehrlinge. In den zulassungsfreien Handwerken kommen auf 100 Betriebe dagegen nur 9 Lehrlinge. „Es sind also die Meisterinnen und Meister, die für die Ausbildung im Handwerk stehen“, unterstrich Hans Hund.

In den Berufen, in denen die Meisterpflicht abgeschafft worden sei, erweise sich der fehlende Nachwuchs als Fiasko“, bewertete Hund die Folgen der 2004 umgesetzten Reform der Handwerksordnung. Diese regelt die Notwendigkeit, in bestimmten Berufen eine Befähigung für eine Selbstständigkeit nachzuweisen.

Die 1.506 Jungmeisterinnen und -meister, die in der Halle Münsterland ihren Meisterbrief entgegennehmen werden, ermunterte Hans Hund ihre Chance zur Selbstständigkeit oder Übernahme einer leitenden Aufgabe zu ergreifen. Die Handwerkskammer erwartet zu der Großveranstaltung rund 3.500 Gäste – 173  Frauen und 1.333 Männer, die ihre Meisterprüfung zwischen September 2014 und Mitte August 2016 bestanden haben, deren Angehörige und Besucher aus Politik und Wirtschaft.

Die Meisterprüfungen wurden in 31 Handwerksberufen abgelegt: in 24 Berufen mit Meisterpflicht mit 1.449 Absolventen und 7 zulassungsfreien Berufen mit 57 Absolventen.

62 Prozent der neuen Meisterinnen und Meister kommen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region, 38 Prozent aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens und weiteren Bundesländern. Das, so Hans Hund, unterstreiche den guten überregionalen Ruf der Meisterschulen der Handwerkskammer Münster.

Die Kammer sichere die Qualität der Meistervorbereitung durch den hohen technischen Standard ihrer Lehrwerkstätten und eine ständig verbesserte Organisation der Meistervorbereitung, erklärte  Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Ostendorf.

Auch nach der Prüfung bleibt die Kammer in Kontakt mit den Meisterinnen und Meistern. Sie würden mit vielfältigen Beratungs- und Bildungsleistung unterstützt, erläutert Ostendorf. Wer ein eigenes Unternehmen gründen oder übernehmen wolle, der erhalte Dienstleistungen aus einer Hand – von Informationsveranstaltungen bis zum individuellen Service in allen wichtigen Phasen der Existenzgründung und -festigung.

www.hwk-muenster.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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